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1 (1900) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
86
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86 Buch der Lieder.

Du stolzes Herz, du hast es ja gewollt!Du wolltest glücklich sein, unendlich glücklich,Oder unendlich elend, stolzes Herz,

Und jetzo bist du elend.

27.

Die Jahre kommen und gehen,Geschlechter steigen ins Grab,

Doch nimmer vergeht die Liebe,

Die ich im Herzen Hab'.

Nur einmal noch möcht' ich dich sehen,Und sinken vor dir aufs Knie,Und sterbend zu dir sprechen:

Madam, ich liebe Sie!"

28.

Mir träumte: traurig schaute der Mond,Und traurig schienen die Sterne;

Es trug mich zur Stadt, wo Liebchen wohnt,Viel hundert Meilen ferne.

Es hat mich zu ihrem Hause geführt,Ich küßte die Steine der Treppe,

Die oft ihr kleiner Fuß berührtUnd ihres KleideS Schleppe.

Die Nacht war lang, die Nacht war kalt,ES waren so kalt die Steine;

Es lugt' aus dem Fenster die blasse GestalBeleuchtet vom Mondenscheine.

29.

WaS will die einsame Thräne?Sie trübt mir ja den Blick.Sie blieb auS alten ZeitenIn meinem Auge zurück.

Sie hat viel leuchtende SchwesternDie alle zerflossen sind,

Mit meinen Qualen und Freuden,Zerflossen in Nacht und Wind.

Wie Nebel sind auch zerflossenDie blauen Stcrnclein,

Die mir jene Freuden und QuälerGelächelt iuS Herz hinein.