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1 (1900) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
69
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Lyrisches Intermezzo.

S4.

Mein Wogen rollet langsamDurch lustiges Waldcsgrün,

Durch blumige Thiiler, die zaubrischIm Sonncnglanze bliihn.

Ich sitze und sinne und träume,lind denk' an die Liebste mein;Da grüßen drei SchattengestaltenKopfnickend zum Wagen herein.

Sie hüpfen und schneiden Gesichter,So spöttisch und doch so scheu,Und quirlen wie Nebel zusammen,Und kichern und huschen oorbei.

SS.

Ich Hab' im Traum geweinet,Mir träumte, du lägest im Grab.Ich wachte auf, und die ThräneFloß noch von der Wange herab.

Ich Hab' im Traum geweinet,Mir träumt', du verließest mich.Ich wachte auf, und ich weinteNoch lange bitterlich.

Ich Hab' im Traum geweinet,Mir träumte, du bliebest mir gut.Ich wachte auf, und noch immerStrömt meine Thränenflut.

Sk.

Allnächtlich im Traume seh' ich dich,Und sehe dich freundlich grüßen,

Und laut aufweinend stürz' ich michZu deinen süßen Füßen.

Du siehst mich au wehmütiglich,Und schüttelst das blonde Köpfchen;Aus deinen Augen schleichen sichDie Perlenthränentröpfchen.

Du sagst mir heimlich ein leises Wort,Und giebst mir den Strauß von Cypressen.Ich wache auf, und der Strauß ist fort,Und das Wort Hab' ich vergessen.