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1 (1900) Buch der Lieder Biographie
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Buch der Lieder.

Und jenes blaue Auge dort,

So klar wie stille Welle,

Das hielt ich für des Himmels Pfort',

Doch war's die Pforte der Hölle."

Herr Ulrich reitet weiter im Wald,Die Blätter rauschen schaurig.

Da sieht er fern eine zweite Gestalt,

Die ist so bleich, so traurig.

Der Junker spricht:O Mutter dort,Die mich so mütterlich liebte,

Der ich mit bösem Thun und WortDas Leben bitterlich trübte!

O könnt' ich dir trocknen die Augen naß,Mit der Glut von meinen Schmerzen!O, könnt' ich dir röten die Wangen blaß,Mit dem Blut aus meinem Herzen!"

Und weiter reitet Herr Illerich,

Im Wald beginnt es zu düster»,

Viel seltsame Stimmen regen sich,Die Abcudwinde flüstern.

Der Junker hört die Worte seinGar vielfach wiederklingen.

DaS thaten die lustigen Waldvöglein,Die zwitschern laut und singen:

Herr Ulrich singt ein hübsches Lied.Das Liedchen von der Reue,

Und hat er zu Ende gesungen das Lied,So singt er es wieder aufs neue."

16.

All eine Sängerin.

Als sie eine alte Romanze sang.

Ich denke noch der Zaubervollen,Wie sie zuerst mein Auge sah!

Wie ihre Töne lieblich klangenUnd heimlich süß inS Herze drangen,Entrollten Thränen meinen WangenIch wnßlc nicht, wie mir geschah.