Buch der Lieder.
So henkt es verworren, und ächzet mid girrt,Und brauset und sauset, und krächzet und klirrt;Und der tolle Schwärm den Spielmaun umschwcist,Und der Spielmnnn wild in die Saiten greift:„Bravo! Bravo! immer toll!
Seid willkommen!
Habt vernommen,
Daß mein Zauberwort erscholl!
Liegt man doch jahraus, jahrein,
Mäuschenstill im Kämmerlein;
Laßt uns heute lustig sein!
Mit Vergnnst, —
Seht erst zu, sind wir allein? —
Narren waren wir im Leben,
Und mit toller Wut ergebenEiner tollen Liebesbrnnst.
Kurzweil kann uns heut nicht fehlen,
Jeder soll hier treu erzählen,
Was ihn weiland hergebracht,
Wie gehetzt,
Wie zerfetzt
Ihn die tolle Licbcsjagd."
Da hüpft aus den: Kreise, so leicht wie der Wind,Ein mageres Wesen, das summend beginnt:„Ich war ein SchneidergeselleMit Nadel und mit Scher';
Ich war so flink und schnelleMit Nadel und mit Scher';
Da kam die MeisterStochterMit Nadel und mit Scher';
Und hat mir ins Herz gestochenMit Nadel und mit Scher';"
Da lachten die Geister im lustigen Chor;Ein zweiter trat still und ernst hervor:
„Den Rivaldo Rinaldini,
Schinderhanno, Orlandini,
Und besonders Carlo MoorNahm ich mir als Muster vor.
„Auch verliebt — mit Ehr' zu melden —Hab' ich mich wie jene Helden,
Und das schönste FrnuenbildSpukte mir im Kopfe wild.