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ausgesetzt-, darüber hinaus wollte er nicht gehen. Durch Max Heinekam schließlich eine Versöhnung zustande und als der reiche Oheimim September des nächsten Jahres zu einer Hochzeit nach Paris kam,verkehrte er mit Heine und dessen Gattin sehr freundschaftlich underhöhte die Jahresrcnte freiwillig auf 4899 Frank, mit dem Ver-sprechen, daß die Hälfte dieser Rente, welche in monatlichen Raten von499 Frank bei dem Pariser Bankhause Fonld Q Co, erhoben wurde,nach Heines Tode auf seine Witwe übergehen sollte,
Heines Verhältnisse hatten sich in der Zwischenzeit aber immermehr verschlechtert, da er gerade damals wenig arbeiten konnte undseine Einnahmen wenig mehr als 3999 Frank jährlich betrugen.Unter solchen Umständen griff Heine zu einem Hilfsmittel, das wohlgeeignet ist, einen Makel ans seinen Charakter zu werfen. Er nahmbis zum Jahre 1848 eine jährliche Unterstützung von 4899 Frankvon der französischen Regierung an, Heine nannte es „ein großesAlmosen, welches das französische Volk an so viele Taufende vonFremden spendete, die sich durch ihren Eifer für die Sache derRevolution mehr oder minder glorreich kompromittiert hatten undau dem gastlichen Herde Frankreichs eine Freistätte suchten".
Man wird dieser milden Auffassung kaum beitreten können,wenn man bedenkt, daß Heine vorher die Regierung des Biirgcr-königS auf das heftigste angegriffen hatte, und daß er diese Angriffevon nun ab einstellte. Wenn es also eine Verleumdung war, zubehaupten, Heine werde für das bezahlt, was er schreibe, so war dochder Verdacht nicht unberechtigt, daß er für das bezahlt werde, waser nicht schreibe. Zur Verteidigung deS Dichters muß jedoch hervor-gehoben werden, daß auf der Liste der Pensionäre der französischenRegierung Flüchtlinge aus aller Herren Ländern sich befandeil, hoch-klingende Namen von Baronen, Grafen, Fürsten, Generälen undExministern, Priestern und Volksmännern, „eine Aristokratie vonBerühmtheiten des Talents und deS Unglücks".
Aber auch diese Pension reichte noch nicht aus, um die SchuldenHeines, welche die ansehnliche Höhe von 22 999 Frank erreicht hatten,zu decken. Erst als er durch einen neuen Vertrag mit Campe diesemfür die gleiche Summe den Verlag seiner sämtlichen Werke auf elfJahre überließ, war er aus seinen Nöten befreit und konnte sichwieder ungehindert seinem Schaffen und allerlei litterarischen Pro-jekten überlassen. Er wollte in Paris eine deutsche Zeitung gründenund ein vermögender Freund hatte sich bereit erklärt, das nötigeKapital von 1S9 999 Frank herzugeben, wenn Heine die bestimmteZusicherung erlangen konnte, daß man dieser neuen Zeitung inDeutschland ungehinderten Eingang gestatten werde. Man war je-doch in Berlin nicht geneigt, ans seine Pläne einzugehen und sounterblieb dieses Projekt,