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Das Haus Gerold in Wien 1775-1925
Entstehung
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der neue in diesem Wortlaut heute noch bestehende Firmenname:Carl Gerold'gSohn". Franziska Gerold starb 1856, kaum zwei Jahre nach ihrem Gatten.

Wir nähern uns nun der neuesten Zeit des österreichischen Buchhandels, die nachder schweren Valutakrise nach dem italienischen Feldzug mit dem Fahre 1860 beginnt,dem Fahre des Fnkrasttretens der Gewerbeordnung und bald daraus des neuen Preßgesetzes.

Fhre Haupttätigkeit wandten die Brüder Gerold im Ansänge dem Sortiments-geschäste, sür welches ße die meiste Vorliebe hatten, zu; aber auch der Verlag und somitauch die Buchdruckerei erfuhren bald eine größere Ausdehnung. Letztere wurde beimerwähnten Nenbaue des Hauses am Dominikanerplatze 18^2 ganz neu eingerichtet undgelangte allmählich zu dem Umfange einer der größten Offizinen Wiens. Hauptsächlichwar es wohl der eigene Verlag, in welchem ihre Tätigkeit und Leistungsfähigkeit zumAusdruck gelangte, und da hatten ihre Besitzer auch vollauf Gelegenheit, zu beweisen,daß seit 18g 1 die typographische Ausstattung österreichischer Verlagswerke gegen die früherePeriode einen gewaltigen Aufschwung erfahren hatte. Die ruhmvollsten Namen öster-reichischer Autoren glänzen im Geroldschen Verlage und ihrer würdig war auch dastypographische Gewand, in welchem sie vor die Öffentlichkeit traten. Neben Braumüllerwaren es die Brüder Gerold, welche mit der löschpapierenen Vergangenheit österreichischerVerlagswerke zuerst gebrochen haben.

Das Wachstum des Verlages zeigen uns die in dieser Epoche erschienenen Katalogeaus den Fahren 1857 bis 1860, 186z, 1872, 1878 bis 1881. Dem Verkehr derFirma mit neuen Autoren kam der Umstand zustatten, daß sie i8g6 zumBuchhändlerder kaiserlichen Akademie der Wissenschaften" ernannt wurde und den Vertrieb derPublikationen dieser übernahm; gleich daraus (i8g8) veröffentlichte sie auch einen vor-trefflichen Katalog derselben (dem 1892 eine Neuauflage folgte).

Auch als Schule angehender Buchhändler blieb das Haus Gerold in Wien berühmt.Vorübergehend waren hier unter anderen tätig, die später Chefs bekannter Buch-handlungen wurden: Trewendt in Breslau; Hendschel (Ernst Fleischer) in Leipzig;Ebenhöch in Linz; Hermann in Leipzig; Alfred Mauke in Hamburg; Rudolf Brockhausin Leipzig; Leuschner in Graz; Zahn in Dresden; Carl Voigt in Weimar; Devrient inSt. Petersburg; Ebner in Stuttgart; Pötzelberger (Tendier A Co.) in Wien und JNeran;Heinrich Strack in Bremen; Steinert (Haar und Steinert) in Paris; Fr. Tempsky, Beyer(Calvesche Univerfitätsbuchhandlung) in Prag; Bamberg (Kleinmayr und Bamberg) inLaibach; Favarger in Trieft; H.Münster in Trieft, Venedig und Verona; Reitzel inKopenhagen und viele andere.

Fm Geroldschen Verlag erschienen auch eine Reihe hervorragender Zeitschristen,darunter: DieZeitschrist sür die österreichischen Gymnasien" (i8gc>), dieGermania",

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