nötig haben. Im uebrigeu wünschen wir, daß wir den Zweck, so wir uns bei dieser Arbeitvorgesetzet nnd zu dessen Erlangung wir uns nichts werden verdrießen lassen, auch durchgöttlichen Segen erhalten mögen. Womit wir den Leser der Göttlichen Gnade, uns aberseinem Wohlwollen bestens empfehlen."
Newenstein dürfte Ende der sechziger Jahre gestorben sein. Er hinterließ eine Witwe^Magdalena nnd zwei Töchter, von denen die eine — Cordula — einen Herrn von Thoßin Wien, die andere — Elisabeth — einen Herrn von Schmidt in Warschau heiratete.Die Witwe versuchte — stcherlich schon 1772 — die Buchhandlung zu verkaufen. Ihre„Herren Collegen" wollten das aber verhindern, weil ste es aus die „Kassterung" ihrerGerechtigkeit nach ihrem Tode abgesehen harten. Sie machten der armen Frau das Lebenüberhaupt recht sauer und zwangen ste, um zu Bargeld zu kommen, zwei Lizitationen ausihrem Lager vorzunehmen. Dieses blieb aber auch dann noch recht bedeutend, wie aus einem1776 ausgestellten Inventar hervorgeht. Da heißt es:
Zv Ballen ungebundene Bücher an ausländischen Assortiment, gm
und schlecht untereinander gerechnet, jeder Ballen ü 20 st. 600.—20 Ballen ungebundene aus eigene Kosten gedruckte Verlags-
Bücher, jeder Ballen ü ig st Zvo.—-
1 halber Ballen Landcharten gv st gc>.—
i lgo Stück Bücher in Folio, dicke und dünne untereinander
gerechnet, jedes Stück ü i.Zv st 172g.—
1897 cletto in Omarto, dicke und dünne überhaupt ü 1 st 1897.—
1286 clstto in Oktavo, dicke und dünne durch die Bank ü gc> kr. . . 740.—
12ZZ clstto in Duodecimo, 16°, 24° ü ic> kr 20g.gc»
Summa st. ggi7.Zv
Am Schluß des Inventars steht: „Vorstehendes Bücherverzeichniß ist nach derBillichkeit geschätzt. Joses Kurzböck, k. k. Hof-Buchhändler und Universttätsbuchsührer."
Aus Grund dieser Schätzung wurde dann endlich auch, trotz der neuerlichen Vor-stellungen der übrigen Universttätsbuchhändlcr, die Buchhandlung am 20. Juni 1776 anJohann Peter Noethen und Georg Friedrich Kraus um gooost. verkaust. Northen waram 26. Oktober 1749 in Köln geboren worden, hatte bei Tobias Göbhard in TLürzburggelernt und war Faktor in der Trattnerschen Buchhandlung. Kraus stammte aus Berlin,war als Buchbindergesell mit 22 Iahren in Brünn „freiwillig von dem Lutherischeu Irr-thum abgewettert", Katholik geworden und diente seit 1772 als Faktor beim k. k. Schul-bücherverlag in TLien.