ihn an (1768), vielmehr eine schon bestehende zu erwerben, was aber Kaliwoda — da erangeblich die Mittel hiezu nicht besitze — seinerseits wieder dankend ablehnte.
Durch Fleiß, Geschick und große Redlichkeit hat sich Kaliwoda nicht nur eine angeseheneStellung unter seinen Standesgenossen und Mitbürgern, sondern auch ein nicht un-bedeutendes Vermögen erworben. Er fungierte wiederholt als gerichtlich bestellter Schätz-meister und besaß in der Renngasse ein Haus und in Sievering eine Villa mit Weingärten.
Kaliwoda war zweimal verheiratet, seine erste Frau — (Magdalena Theresia, aus derreichen Familie Flucher — war sast um zehn Jahre älter als er. Diese Ehe blieb kinderlos;i?ü9 heiratete er wieder. Seine zweite Gemahlin schenkte ihm zwei Töchter, von der diejüngere noch als Kind starb, während die ältere später, wie es scheint in zweiter Ehe, sichdem Buchdrucker Felix Stöckholzer von Hirschseld vermählte.
Als Kaliwoda sein siebzigstes Lebensjahr vollendet hatte, beschloß er, sich vom Geschäftezurückzuziehen. Im Herbst 177g verkaufte er seine Druckerei und seinen Verlag an seinenFaktor Joses Gerold, wobei die Buchdruckereigerechtigkeit allein angeblich mit ig.ovo sl.bewertet wurde.
Kaliwoda verließ aber das Hans, in dem er mehr als ein Menschenalter gelebt hatte,(siehe Tafel I) nicht mehr. Er starb „am 24. Februar 1781 in seiner, im GeroldschenHaus Nr. 724 aus dem Dominikanerplatz im ersten Stock gehabten Woh-nung". In einem eigenhändig und schön geschriebenen Testamente vom7. April 1778, das im Universitäksarchiv erliegt, setzte er seine Frauals Universalerbin ein und sprach den für ihn charakteristischenWunsch aus, in der allgemeinen Gruft bei St. Stephan„ohne Gepränge als Nachtleiche" bestattet zu werden.
Druckerzeichen Peter Paul Vivians (1675 — i63z).
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