wieder hinaus und so lange klystieren bis es Öffnung gab.Diese erfolgte dann auch glücklicherweise, und sogleich be-merkte man eine merkliche Veränderung in dem Zustand IhresVaters. Er schlief gut. Das Phantasieren liess nach. Er nahmwieder gerne Arznei, denn vorher konnte man ihn nur mitäusserster Mühe dazu bringen Arznei zu nehmen. Ich habe seitdieser Zeit wieder die beste Hoffnung und so auch Ihre Mutterund die Übrigen. Dieses sind die wahren Umstände der neuenKrankheit Ihres Vaters. Verlassen Sie sich darauf, dass ichWahrheit schreibe und denken Sie nicht dass ich durch dieseErzählung Ihnen schlimmere Nachrichten verbergen wolle.Sie werden es auch der ganzen kurzen Erzählung ansehen,dass ich mich nicht bestrebt habe Ihnen etwas zu verhelen,und ich sage Ihnen daher aufrichtig, dass Sie auf dauerhafteGesundheit Ihres Vaters schwerlich rechnen dürfen. Indessenglaube ich, dass er diesmal wieder vom Tode errettet wird,denn er ist noch nicht so geschwächt, dass er die neuen Anfälledie er hatte nicht aushalten können sollte; Jedermann imGegentheil, der ihn gesehen, bemerkt noch viele Kraft an ihm.Dass niemand aufrichtiger und inniger an der Krankheit Ihresvortrefflichen Vaters Theil nehmen und ernstlicher seine bal-dige Herstellung wünschen kann als ich, dies darf ich Sie nichterst versichern. Ich bin
Ihr
G. F. Cr.
Über die letzten traurigen Monate liegen nur kalte officielleNachrichten vor :
Das Consistorium zu Marburg trägt am 21 August 1802 beidem Landgrafen an, den Pfarrer Bang zu Gossfelden proEmerito zu erklären und dem Deutschen Orden die Praesen-tation eines Subjets zur Pfarrstelle aufzugeben. Es schreibt :