Druckschrift 
Parentalia : Grundlagen zu einer Geschichte der Bangen
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Der eben genannte berühmte Heidelberger Philologe Fr.Creuzer * *) sagt in seiner Schrift Aus dem Leben eines alten Pro-fessors 2 ), S. 14 :

« Damals waren neben dem neuen Testamente zuerst grie-chische Elementarbücher und in den oberen Classen Xenophon,Homer und andere passende Schriftsteller eingeführt worden.Bei der Leichtigkeit des blossen Exponierens hätte ich mirbald etwas einbilden gelernt. Davor bewahrte mich der Brudermeiner Mutter, ein Landgeistlicher von seltenem Wissen inden alten classischen Sprachen, Johann Christian Bang. In

b Dieser gefeierte Gelehrte — er war u. a. Mitglied der Kgl. Akademiezu Berlin und des Institut de France — ist insofern für mich und meinganzes Leben von grosser Bedeutung gewesen, als er — novae veluti vitaeauctor — mich durch seine herrliche Symbolik im Verein mit Heerens Ideenzuerst in das Studium Irans einführte, und das in einer Weise, die auch dentotesten Buchstaben für immer belebte, wie es seiner, des « Romantikersunter den Philologen », würdig war.

*) Zu seinen Vorfahren rechnete Creuzer selbst p. 10 auch den Prof. Casp.Cruciger, geb. 1 Jan. 1504, gest. i 5 Nov. 1548 in Wittenberg, einen Freundund Kollegen Luthers und Melanchthons. Nach Strieder II, S. 447 war ermit einer Apollonia von Günterode verheiratet. Eine Tochter aus dieserEhe, Elisabeth, heiratete einen Sohn Dr. Martin Luthers. Ob sich Creuzerund Caroline von Günderode dieser alten Beziehungen zwischen ihrenVorfahren bewusst waren ?