Nachdem meinem Vater, dem damaligen Obergerichts-Refe-rendar Bang in Fulda, am 3o Dez.i863 schon nach zehn Monatendie Qualification zum Richteramt zugesprochen worden war,die im alten Kurhessen im Allgemeinen erst nach einer mehr-jährigen Vorbereitungs-Dienstzeit erteilt wurde, durfte er imdarauffolgenden Sommer eine Reise machen, die ihn auch nachHeidelberg führte. Hier besuchte er einen Studienfreund seinesVaters, den berühmten Pandektisten Karl Adolf von Vangerow,und erzählte ihm stolz von seinem ersten Erfolg. Da sagte ihmdenn Vangerow: «Na, Heinrich, das wundert mich weiter nicht,denn Deinem Grossvater und Urgrossvater hätten ihr Cicerooder Demosthenes verloren gehn können, und sie hätten sieaus dem Kopfe wieder niedergeschrieben ! »
Uber meines Vaters Grossvater, den Konsistorialrat Dr.theol. et phil. Joh. Hein. Chr. Bang, den Freund der GebrüderGrimm und Savignys, könnt ihr Euch vorläufig unterrichten inProf. Stengels Werk Private und. amtliche Beziehungen derBrüder Grimm zu Hessen , Marburg, Eiwert, in Prof. Enneccerus’Friedrich Carl von Savigny und die Richtung der neueren Rechts-wissenschaft, Marburg, Eiwert, sowie in den von Onkel Hilleunter dem Titel Vor sechzig fahren in der Allgemeinen Konser-vativen Monatsschrift für das christliche Deutschland (Leipzig,Böhme) Jahrg. i885, 86 und 87 herausgegebenen Aufsätzen.