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Gedanken über die in Deutschland herrschende Theurung, nebst Vorschlägen dieselbe künftig abzuwenden
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lagen, namentlich durch die Zölle, hat die Regierungdie kräftigsten Mittel an der Hand, die Hcrvorbrin-gung und Veredlung der Producte aller Art allmäh-lig ganz nach ihren Absichten, ohttc allen scheinbarenZwang zu lenken.

Das Brannteweinbrennen auö Korn oder Wal-zen muß schlechterdings mit der größten Strenge Ver-botben werden und bleiben. Zumal, da die Bewoh-ner der Belgischen Departemente und des linken Rhein-ufcrs, wenn die französische Regierung die Ausfuhrder Früchte ferner vcrbiethet, und das Gewcrb derdortigen zahlreichen Branntcweinbrcnner ermuntert,wie zu vermuthen ist, diesen in solcher Menge und Güteund uni einen solchen Preis bereiten werden, daß keineProvinz Deutschlands mit ihnen hierin nur rivalisi-rcn kann. Indessen bedürfen wir aber Branntcweinzur eigenen Eonsuwption: nämlich die große Klasseder Weniger - bemittelten im Staate, wie ich schonfrüher erwiesen zu haben glaube. *) Das Braute-weintrinken ist wahres Bedürfniß für die arbeitendeKlasse der Menschen in unftrn in schon beträchtlichernördlichen Breite liegenden Landern. Er ist dem Land-wann, dem Taglöbncr und dem Handwerker einewahre Panacee für alle Beschwerden seinermübsamen LebenSreife; sein Stärkungsmittel zur Ar-beit , sein Labsal nach Ermüdung, sein Balsam fürWunden des Kummers und Sorgen.

Wurzcr's Bemerkungen über den Branntewein in

politischer, technologischer und medicinischer Hinsicht.

Kölln r8c?.s. S> 98.