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Geschichte des Geschlechts Ebell nebst Stammtafeln u. Wappen
Entstehung
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Auf der linken Seite das erwähnte Grabdenkmal der P a u 1 i n aCatharina Ebell, geb. Günther, auf der rechten Seite der „Will-kommen“ des Neu-Ruppiner Tuchmachergewerks, der ebenfalls obenbeschrieben ist (nur ornamental behandelt).

Ueber dem „Willkommen“ ein Arbeiter (Tuchmachergeselle),der mit den Enblemen des Tuchmachergewerks — einer Garnketteum den Hals, ein Weberschiffchen in der Hand — geschmückt ist.

Auf der entgegengesetzten Seite sehen wir den heute nochvorhandenen alten Perleberger Roland.

Die Verbindung zwischen letztgenannten Figuren stellt (inerseitseine Ansicht des alten Perleberg (nach Merian) von 1652, anderer-seits eine Ansicht der Stadt Neu-Ruppin nach dem Brande (1789) vomJahre 1S65 dar mit den entsprechenden Städtewappen.

Das Perleberger Stadtwappen ist ein goldener, sechsstrahligerStern mit ebensoviel Kugeln in den Winkeln verziert im blauenFelde. Bedeutung nicht bekannt. (? Perlen).

Das Stadtwappen von Neu-Ruppin 73 ) trägt einen Adler im Schilde,der rot darzustellen ist, wenn es der brandenburgische, silbernwenn es der gräflich Arnsteinsche Adler sein soll. Ich nehme letzteresan. Der Kopf des Adlers ist nicht frei, sondern mit einer Kappe

ais vierter Sohn eines ehern. 'Wirtschaftsverwalters ein Haus besessenhat (dann hätte er wohl Juliane nicht genommen und sich eine jüngereerwählt). Es bleibt also nur die fast unzweifelhafte Annahme, daß Julianedies Haus von ihren Eltern ererbt hat. Damit ist aber festgestellt, daßes im Besitz von Ebells gewesen ist, die unserem Stamm angehören undwir dürfen annehmen, daß auch unser Urahn Matthias hier oft bei seinemnach ihm benannten Neffen — dem Sattlermeister Matthias der 6. Gene-ration — geweilt hat.

So liegt die Berechtigung der Reproduktion vor. Wer nach Perlebergvon den unsern kommt, versäume nicht, das alte Haus aufzusuchen undin dem gemütlichen, anheimelnden Trinkzimmer bei einem Glase Weinder Vorfahren zu gedenken.

Meine Annahme, daß Juliane das väterliche Haus ererbt hat, wirdnoch durch folgendes bestärkt. Das jetzige Haus des Goldarbeiters Wendtträgt am Giebel die im Holz eingeschnittene Inschrift:

„Joachim Daniel Ebel undSophia Dorothea geb. Seeler anno 1803.“

Dieser Joachim Daniel war der einzige Bruder unserer Juliane. Er hatsich bereits 1787 verheiratet und entweder dies Haus sich 1803 erbaut,oder aber er hat es (da sein Vater bereits 1783, seine Mutter 1790 ge-storben war) von seinen Schwiegereltern ererbt. Keinenfalls kann es sichum das Haus seiner längstverstorbenen Eltern handeln, sonst hätte dieInschrift keinen Zweck, auch ist das Haus augenscheinlich nicht viel älterwie 100 Jahre.

73 ) Ich folge hier der Bittkau’schen Darstellung.

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