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Geschichte des Geschlechts Ebell nebst Stammtafeln u. Wappen
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Spruch nach Gutdünken wählen. Es ist also durchaus keine heral-dische Notwendigkeit, einen Wappenspruch zu führen. Es sind ein-fach Wahlsprüche, wählt man sich aber einen solchen, so sollen esnicht ellenlange Moralsprüche sein, sondern sie sollen kurz undbündig sein, sollen möglichst ihren Wert für jedermann und jede Zeithaben.

Beim 100jährigen Jubiläum der Firma Christian Ebell haben diebeiden jungen, in die Firma eintretenden Chefs Louis und Karl Ebellder überreichten Chronik der Firma den Wahlspruch vorgesetzt:

Rast ich, so rost ich!

Er scheint mir für unsere moderne, wie für spätere Zeiten passend.Rastlos muß unser Streben heute sein. Ohne steten Fleiß selbst beigroßer Begabung kein Fortkommen. Stillstand ist Rückschritt, dashaben wir längst erkannt. DieZeit, das heißtrichtig benutzteZeit, ist unser bester Besitz. Der englische Ausspruchtime isinonev erscheint in unserem Zeitalter sogar überholt, denn Geldkann man sich zur Not borgen, Zeit kann man sich indessen nichteinmal stehlen. Für jeden Beruf, jedes Alter und jedes Geschlechthaben die Worte den gleichen schönen, tiefen Sinn. Möchten sieauch als Wappen- und Wahrspruch unseres Geschlechts nicht nuräußerlich auf dem bunten Wappenschild, sondern auch tief im Herzenjedes Einzelnen glänzen.

Ich bin zum Schluß meiner heraldischen Betrachtung gekommen.Vielleicht ist nun doch einer oder der andere zu der Ueberzeugunggekommen, daß sich überall lernen läßt, daß es sich nicht um eineadelige Spielerei handelt, daß man nichtalter Ritter gewesenzu sein braucht, um ein Wappen sich zu erküren und es lieb zu haben.Das sprichwörtlichesein Wappenschild rein halten soll nicht zurbloßen Phrase herabsinken. Namen und Wappen haben uns gar vielzu sagen.

ln altes, phantastisches Land sollen mich noch einmal die Ge-danken tragen.

Jener erste heidnische Ahn, der seinem Kind den trotzigenEber als Namen zum Vorbild seines Geschlechts gab, wußte vielleichtnoch, daß unter demgoldborstigen Eber das Symbol der Sonneverehrt wurde. Von Geschlecht zu Geschlecht mag'sich das heidnischeGeheimnis, das sich an die Bedeutung des Namens knüpfte, fort-geerbt haben bis zu jenem ersten Ebell, der zum Sonnensymboldes Namens nun auch das Mondzeichen im Wappenschild sich erkorund sich den Stern als Kleinod auf den Stechhelm heftete. Sonne,Mond und Sterne einen sich hier im Namen und Wappen zu einemschönen Symbol. Umschließen nicht die Gestirne heute wie einst