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Geschichte des Geschlechts Ebell nebst Stammtafeln u. Wappen
Entstehung
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Wappen). Federn (Johann von Ebell), Köcher, Schirmbretter 71 ) usw.Schließlich gehört zum Wappen noch die

Helmdecke.

Auch nurDecke genannt. Es ist darunter ein bandförmigesoder größeres, eckiges Stück Zeug zu verstehen, das, zwischen Helmund Kleinod seinen Anfang nehmend, sich zu einer oder beidenSeiten des Schildes, ihn gleichsam umrahmend, ausbreitet. Es istein verlockender Gedanke, den Ursprung der Helmdecken in dein; obenerwähnten flatternden Germanenmantel (Tacitus Germania), der, vomWinde bewegt, rechts und links den Schild umspielt, zu sehen.Leider entspricht dies nicht der Tatsache, denn es steht fest, daß dieDecken später wie die Kleinode entstanden sind. Helme des 13.Jahrhunderts finden sich noch ohne Decken. Ueber den Zweck derHelmdecke herrscht bis heute noch keine sichere Klarheit. Vielleichthaben sic mit dazu gedient, gegen starken Sonnenschein zu schützen.

Schönheitssinn ließ es nicht zu, derartige Stücke Zeug oderTuch auf die Stellen zu beschränken, auf die sie notwendig waren,man ließ sie weiter abflattern, das Gefällige mit dem Zweckmäßigenverbindend.

Künstlerische Gründe sind es also, wenn die Decken in derguten heraldischen Zeit ausgebreitet oder fliegend erscheinen. Im15. und 16. Jahrhundert ist der Grundgedanke der Helmdecke, die dochimmer ein Stück Zeug oder Tuch sein mußte, bereits völlig verwischt.Wir finden an ihrer Stelle zwar künstlerisch schöne, indessen dochder Bestimmung der Decken gänzlich entfremdete blatt- oder ranken-förmige Gebilde, wie bei dem Celleschen Wappen. Wir wollenuns dasselbe nicht zu eigen machen und uns auch hierin der glten,einfachen Form zuwenden.

Die Farbe der Decke ist von Alters her die des Schildes gewesen,und zwar ergab sich, da ja jeder Schild wenigstens eine Farbeund ein Metall hat, die Anwendung zweier Tinkturen (Farbe undMetall).

Noch sei kurz der sogenannten Wappensprüche Erwähnung getan.Sie verdanken der Laune eines Wappenherrn oder eines Wappen-zeichners ihren Ursprung und jeder Mann kann sich seinen Wappen-

71 ) Aus letzterem könnte der Stern entstanden sein. Schirmbretterwaren nämlich 4- oder 6-eckige Bretter an den Spitzen mit goldenenKnöpfen, Straußen oder Hahnenfedern, bezw. Pfauenspiegeln besteckt.Letztere könnten verloren gegangen sein und eine Zeit, die vom Kleinodnichts mehr wußte, jene Umbildung vorgenommen haben. Erwähnt sei,daß wir in den heutigen Helmkokarden vielleicht noch einen leisen Anklangan das Kleinod finden.