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menschlicher Voraussicht nach gesichert erscheint. Auch AlbertsMutter, die oben erwähnte Karoline Sophie Riickert, hat ein hohesAlter erreicht und ist erst am 12. Januar 1870 zu Neu-Ruppin imHause ihrer Tochter Wilhelmine (Steinstraße 8), die mit dem Tuch-fabrikanten Samuel Friedrich Matthias (VIII, 67) verheiratet war,gestorben. In diesem Hause haben auch meine Eltern (1868—70)gewohnt. Das Bild der alten Dame 66 ) ist noch vorhanden, und essei als das älteste bekannte Bild des Ruppiner Zweiges unseresGeschlechts an dieser Stelle wiedergegeben. Weder von Dietrichnoch von seinen Söhnen und Töchtern existiert sonst irgend einBildnis.
Ebenfalls der andere Inhaber der alten Firma, Hermann Ebell,hat ein hohes Alter erreicht. Sein Wohnhaus, Steinstraße 20, zugleichdas Sterbehaus von Christian Ebell (VII, 31), ist oben und auf demStammbaum reproduziert. Heute wohnt in diesem Hause ein HerrLach, ein Urenkel jener Anna Dorothee Ebell, der einzigen Tochterdes alten Dietrich Ebell. Auch Emil Ebell (IX, 96) hat in diesemHause gewohnt; siehe oben. Es mag auffallen, daß die Haustürauf dem Stammbaum an der rechten Seite, in der Chronik sich aufder linken Hausseite befindet. Ersteres war der Fall zu Lebzeitendes alten Christian und meines Großvaters. Es war vom Flur einDurchgang zur Fabrik, erst später ist die Tür verlegt worden (heutigerZustand). — Hermann Ebell war dreimal verheiratet. Auch erwar wie sein Onkel Christian in den letzten Lebensjahren vollständigerblindet. Er hat sein Leiden mit großer Ergebung getragen undvielfach in der Musik Trost und Erhebung gefunden. Seine musika-lischen Interessen haben sich auf die Familie seines Sohnes vererbt,in welcher die Musik eine warme Pflegstätte gefunden hat. Seinedritte Frau Philippine, geb. Lichey, lebt noch in Ruppin, hoch ver-ehrt von Kindern und Enkeln, deren Mittelpunkt sie ist. Eine Nichteihres Namens hat ihren Stiefsohn Emil Ebell, den Mitinhaber derFirma Gottfried Ebell, geheiratet. Der aus dieser Ehe entsprosseneälteste Sohn Werner, der zurzeit als Einjährig-Frehvilliger in Karls-ruhe bei der Feld-Artillerie sein Jahr abdient, Rat sich ebenfalls demkaufmännischen Beruf gewidmet.
66 ) Von seiner Mutter erzählte Onkel Albert, sie sei eine energischeDame gewesen. Dies habe sie auch 1806 gezeigt, als sich französischeEinquartierung in ihrem Hause befunden, und sie den fremden Gästendas Essen nach deren Ansicht nicht schmackhaft genug zubereitet hätte.Die alte Dame soll so erregt geworden sein, daß sie den Franzosendas Geschirr nachgeworfen habe.