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Geschichte des Geschlechts Ebell nebst Stammtafeln u. Wappen
Entstehung
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Friedrich war mit Marie Dorothee, geb. Schultze aus Lindow, ver-heiratet, deren Vater ebenfalls ein Tuchfabrikant war. FriedrichSchultze ertrank als sie erst 8 Jahre zählte, ihre Mutter war ebenfallseine geborene Zechlin, eine weitere Schwester der eben erwähntenzweiten Frau des alten Carl Ebell.

Jenes BuchAus meinem Leben. Erinnerungen eines Blind-geborenen, haben wir wohl alle mit tiefer Bewegung gelesen.Voll ehrfürchtigen Staunens fühlen wir, wie uns hier eine tiefe,religiöse Anschauung entgegentritt, die, das sagt uns unser Empfinden,auf felsenfester Ueberzeugung wurzelt. Können wir auch nicht alleim Fortschritt der Kultur, der sich meiner Meinung nach auch aufReligion erstreckt, die religiösen Anschauungen in dem Maße teilen,so müssen wir doch voll hoher Achtung, fast neidisch, auf jenenEbell sehen, der sein Glück auf solch fundamentalen Glauben festaufgebaut hat, beziehungsweise hat aufbauen können. Jeder Ebellsollte dies Buch besitzen. Wir alle können daraus lernen, und wirwollen stolz darauf sein, daß aus unseren Reihen ein Buch vollso tiefer Empfindung geschrieben werden konnte. Es ist keins vondenen, welche flüchtig durchblättert werden können. Es erfordertein gewissenhaftes Hineindenken in die Gemütstiefe unseres Vetters.Jene schönen Einleitungsworte, die von dem Professor D. H. Heringin Halle dem Buche vorgesetzt sind, charakterisieren es am besten:Er ist keiner von denen (sagt er von dem Verfasser), die mit sichselbst Mitleid haben, er klagt nicht wehleidig, ist weder resigniert,noch mutlos, sondern freudig, arbeitslustig und mit seinem Geschickversöhnt. . . . Leser, die von der Kunst etwas verstehen, durchsolche Aufzeichnungen auf die innere Seite des Lebens, durch dieGeschichte von Hemmungenin das königliche Gesetz der Freiheitdurchzuschauen, werden auch den lichten Zug nicht übersehen,den Freundeshilfe und geschwisterliche Liebe, namentlich treueSchwesterliebe, in dem hier erzählten Lebensgange bilden. Auchfür unsere Chronik sind die Familienaufzeichnungen wertvoll. Inerster Linie bietet der Lebensgang unseres blinden Ebells selbst desInteressanten und Beachtenswerten genug. Unsere Kinder undKindeskinder aber ersehen ferner daraus, wie unsere Vorfahren ge-arbeitet und gerungen haben. Wir hören z. B., daß sein Vater, derTuchfabrikant Karl Friedrich Ebell von früh 612 und 27 tag-aus tagein in seiner Fabrik tätig war. Das war bei allen Ebells,die Tuchfabrikanten waren, die Regel. Auch wir jüngeren haben stetsdie Fabrikstunden innehalten müssen. Die Schulzeit erschien da-gegen angenehm, für andere geistige Interessen aber ließ eine der-artige Arbeitslast weder Kraft noch Zeit. Ich erinnere mich recht