so
Wanderungen ein ganzes Kapitel widmet. Auch in der Heydemann-schen Geschichte von Neu-Ruppin findet sich der Name häufig.
Von diesem Johann Dietrich, dessen Stamm in der männ-lichen Linie bereits 1818 erloschen ist, wissen wir, daß er als Tuch-machergesell in Hamburg in dem dortigen Zuchtwerk und Armen-hausfabrik arbeitete. Ein hierüber ausgestelltes Zeugnis ist nochvorhanden. Es heißt darin, daß Johann Diederich Ebell, gebürtigaus Ruppin im Brandenburg’schen 30 Wochen im hiesigen Zucht-werk und Armenhausfabrik freiwillig gearbeitet und sich währenddieser Zeit als ein fleißiger Arbeiter betragen, sich auch eines ehr-baren und guten Wandels beflissen hat. „So haben wir Provisoresdemselben auf sein geziemendes Ersuchen dieses Zeugnis nicht ver-sagen, sondern ihn vielmehr jedermann bestens empfehlen wollen.Hamburg, den 9. Oktober 1786.“ Dieses Zeugnis trägt ein Siegelmit der schönen Inschrift: „Labore Nutrior Plector.“ ZwischenLabore und Nutrior befindet sich eine Hand. Johann hat vor 1808seinen Beruf gewechselt und ist als Brauer, Posthalter und Acker-bürger am 29. Juni 1814 gestorben. Dietrich führt ihn in seinemTestament noch 1801 als Tuchfabrikant (wohl nur im väterlichenGeschäft) auf. Seine zweite Frau war den älteren unserer Familienoch unter dem Namen „Tante Johann“ persönlich bekannt. Einengroßen Eindruck schien ihre Winter und Sommer sich gleichbleibende Toilette auf die weiblichen Familienmitglieder gemacht zuhaben. Tante Johann, geborene Zechlin, trug nämlich Winter wieSommer einen grünen Mantel mit gelben Pelzstreifen zur Kirche.Sie ist erst am 5. März 1860 zu Neu-Ruppin gestorben. Johannselbst hatte als Posthalter die Beförderung der fälligen Posten vonRuppin nach Rheinsberg und Fehrbellin. Daß er sein Amt gutverwaltet hat, geht aus einem Schreiben, in dem Christian Ebelldie gestellte Kaution von 500 Talern zurück erhält, hervor. Esheißt darin: „Da der Ackerbürger Johann Ebell seine ihm als Post-halter obgetragenen Pflichten jeder Zeit dergestalt wahrgenommen,daß hiesiges Postamt keine weiteren Ansprüche an der vom Tuch-fabrikanten und Senator Herrn Ebell hierselbst für ihn gestelltenKaution zu machen hat, so wird solches hiermit mit dem Bemerkenbescheinigt, daß nun mehr die Kaution gelöscht werden kann.“
Johann starb bereits 1814.
ln den Aufzeichnungen meines Urgroßvaters, des KaufmannsBückling in Ruppin, steht: „Den 29. Juni 1814 ist mein NachbarJohann Ebell morgens J/ 2 8 Uhr durch einen Fall mit dem Pferdegestorben.“'
Er wohnte in einem Hause das an dem Platz des jetzigen Kreis-hauses stand und später dem Postmeister Voigt gehörte. Seine