2. Johann Dietrich Ebell.
Der älteste Sohn, der mehrfach erwähnte Johann DietrichEbell (VII, 26), wurde am 2. Dezember 1765 zu Neu-Ruppin ge-boren. Seine erste Gattin war Luise Anna Protzen, geboren am8. Januar 1772 zu Neu-Ruppin. Die Protzens entstammen ebenfallseiner alten Ruppiner Familie, die heute noch in Berlin als hochange-sehene Kaufmannsfamilie blüht. Fontane nennt sie Autochtonen derGrafschaft Ruppin. Die Ebells sind früh mit ihnen in Berührunggekommen. Sie waren schon mit Dietrich Ebell (VI, 15) befreundet,denn eine Protzen war schon Patin seines zweiten Sohnes Christian.Vor mir liegt ein kalligraphisch schön geschriebener Glückwunscheiner Vorfahrin jener Luise Anna vom 1. November 1770, der er-wähnten Patin von Johann Christian Heinrich. Er lautet:
Ich wünsche meinem PatenVon Gott dem allerhöchstenViel Glück, Heil und SegenWeltliche wie ewige Wohlfahrt.
Regina Elisabeth Protzin.
Auch die Frau von Heinrich Gottfried Ebell (VIII, 24) hießEmma Luise Dorothea Protzen, sie war die Mutter des heutigenSeniors der Christian Ebellschen Familie, Heinrich Gustav Ebell(IX, 15). Der Vater von Emma Protzen war der in der ganzenGrafschaft Ruppin bekannte Michel Protzen, 40 ) dem Fontane in seinen
4G ) Joh. Joachim Michael Protzen, geh. 16. 2. 1777, gest. 16. 12. 1855zu N.-R., seine Ehefrau Sophie Wilhehuine Protzen, geh. Iioeck, geh.4. 4. 1786, gest. 14. 7. 1864 zu N.-R. Der Großvater dieses MichaelProtzen, wohl der erste Ruppiner Protzen, war der Kaufmann JoachimProtzen, geh. 7. 6. 1717, gest. 6. 12. 1S03 zu Neu-Ruppin. Wir be-gegnen auch einmal einer Marie Elisabeth Rühl, geb. Protzen. Dieswar die erste Frau des Kaufmanns und Stadtältesten Rühl zu Neu-Ruppin,dem damals der frühere Garten Friedrich des Großen, jetzt Kreisgarten,gehörte, der in zweiter Ehe mit einer Bolte, der Tochter meines Ururgroß-vaters mütterlicherseits verheiratet war. Der bekannte Bildhauer Max Wiesein Charlottenburg, dem die Ruppiner das Schinkel- und demnächst dasFontane-Denkmal verdanken, entstammt mütterlicherseits der Familie Rühl.