Druckschrift 
Geschichte des Geschlechts Ebell nebst Stammtafeln u. Wappen
Entstehung
Seite
59
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beginnt mit den Worten: „This is the last Will and Testament ofme Henricus Theodoras Ebell of Paumben within the district ofMadura in the Residency of Madras“, und ist am IQ. 8. 1853 verfaßt.

Wegen Herauszahlung seines mütterlichen Erbteiles hat er sichspäter mit dem Justiz-Kommissarius Christian Heinrich Ebell (VIII,36), allerdings vergeblich, in Verbindung gesetzt, später hat sichauch seine Frau, Mary Ebell, geb. Palm, dieserhalb an PredigerFerdinand Heydemann in Neu-Ruppin gewandt. Der Erfolg warebenfalls negativ, Heydemann teilte mit, daß es sich nur um 800Dollar handelte und die Erhebungs- und Gerichts- etc. Kosten sogroße sein würden, daß kaum dabei etwas zu erhalten wäre. Erschließt mit dem frommen (aber billigen) Wunsch, Gott möge siein seinen allmächtigen Schutz nehmen. Heydemann hat es für nötigbefunden, seinen Briefbogen mit einem biblischen Bild zu schmücken,und zwar hat er, die an dieser Stelle seltsam anmutende Darstellungder Speisung der 5000 Mann gewählt. Ich bin überzeugt, Mrs.Mary Ebell wären die 800 Dollar bedeutend lieber gewesen. Wirerfahren aus diesem Briefe ferner, daß die Witwe von HenricusTheodorus (VIII, 6) nach dem Tode ihres Mannes mit ihrer TochterAnna Henrietta Adriana Cherry (IX, 9) nach den Vereinigten Staatengezogen ist, denn Heydemann adressiert seinen Brief an Mrs. M.Ebell (care Rev. H. Cherry.) Jackson, Michigan.

In dem vorerwähnten Schriftwechsel von Heinrich Theodor mitdem Justiz-Kommissar Ebell in Berlin heißt es: „Know All Menby these presents that Henricus Theodorus Ebell of Paumben onthe Coromandel coast in the East India presently employed inCompanys-Service as Custom-Master and Head Police of Paumbenand Ramassarum and its incinity.“

Wie die Stammtafel angibt, sind alle 3 Kinder von HeinrichTheodor nach Amerika ausgewandert. Hendric Charles Fredric, derals Arzt im Kriege in Mexiko starb, war unverheiratet, Adrian starbkinderlos. Er ist der einzige der indischen Ebells, die noch einmalin persönliche Berührung mit der alten Heimat traten. Er hat dieRuppiner und Hamburger Verwandten wiederholentlich besucht, seinBild ist verschiedentlich vorhanden, es ist ein interessanter Kopfmit schönem Vollbart. Er war Professor Dr. med. und Inhaberder International Academy of Natural Science in New-York undstarb am 9. April 1877 am Herzschlag an Bord eines Dampfschiffesauf der Elbe in der Nähe von Hamburg. Kinder hatte er keine.Aus der Ehe seiner Schwester, der verehelichten Cherry, stammendagegen 6 Kinder: 4 Söhne, 2 Töchter, von welchen, wie aus einemBrief vom 24. 8. 1871 an meinen Großvater Carl Friedrich Ebell