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Geschichte des Geschlechts Ebell nebst Stammtafeln u. Wappen
Entstehung
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Der auf der Säule erwähnte Sohn Heinrich Carl Ebell wurde am30. Dezember 1775 in Neu-Ruppin geboren. Gegen den Willen seinerMutter hat er sich der Musik gewidmet. Nach damaliger Zeit-anschauung war dies kein ernster Beruf. Er hat indessen außerdemwohl gegen seine Neigung Jura studiert und ist in Oppeln am12. März 1824 als Regierungsrat gestorben. Zeitweilig war er Musik-direktor der Oper in Breslau und schrieb Opern und viele Musik-stücke. Heinrich Ebell in Hamburg (X, 4) ist noch im Besitz von3 Werken von ihm und zwar: 1. drei Streich-Quartette für 2 Vio-linen, Bratsche und Cello, die sehr hübsche Melodien enthalten sollen(opus 2). 2. Monolog der Thekla aus Wallensteins Tod in 2 ver-schiedenen Ausgaben, wovon die eine aus Berlin 1801 IhrerMajestät der regierenden Königin von Preußen Luise AugusteWilhelmine Amalie gewidmet ist. 3. Cantate für die zum Andenkender im Lazarettdienste im Jahre 1813 in Schlesien verstorbenen63 Aerzte in Breslau veranstalteten Feier. Es ist der erste Ebell,der in künstlerischer Beziehung etwas Positives geleistet hat. lnBremers Handlexikon der Musik (Leipzig, Reclam), finden sich fol-gende biographische Notizen über ihn: Ebell, Heinrich Karl, ge-boren 30 Dezember 1775 zu Neu,-Ruppin. Geistreicher Musik-dilettant; studierte Jurisprudenz, war während seines Aufenthalts inBerlin Schüler Reichardts in der Komposition und veröffentlichtehier eine große Zahl von Opern, Singspielen etc., die 1801 seineBerufung als Kapellmeister nach Breslau veranlaßte, welcheStellung er bis 1803 bekleidete. 1804 zum Kriegssekretär, 1807 zumRegierungssekretär ernannt, schließlich 1816 als Regierungsrat nachOppeln versetzt, war er unausgesetzt als Komponist und musikali-scher Schriftsteller tätig. Er starb am 13. März 1824 zu Oppeln.Werke: Klavierstücke, Lieder, Gesänge, Kantaten, Symphonien,

Messen, Opern (Melida,das Fest der Liebe, die Musik zuLarnassa,Anakreon in Jonien usw.), das Oratoriumdie Un-sterblichkeit u. a.

Von seinen Nachkommen habe ich ohne genaue Daten nur inErfahrung bringen können, daß er einen Sohn, Carl Gustav, be-saß, der in Berlin Jura studierte, ebenfalls sehr viel Musiktalenthatte und später Theaterdirektor in Laibach wurde, er hat auch eineOperdie Braut des Flibustiers komponiert. Vetter Heinrich Ebellin Hamburg hat sich verschiedentlich bemüht, noch mehr Werkedieser beiden Ebells zu erlangen.

Es sind außer den in seinem Besitz befindlichen Quartetten nochdrei weitere unter opus 1 bei Breitkopf & Härtel in Leipzig