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Geschichte des Geschlechts Ebell nebst Stammtafeln u. Wappen
Entstehung
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der auch im Ruppiner Kirchenbuch Erwähnung findet, 27 ) besondershervorgehoben. Daß die Eltern jener Ebells der 3. und 4. Generationauswärts gewohnt haben, ist schon daraus als wahrscheinlich anzu-nehmen, daß sowohl Mathias (IV, 10) wie Georg (III, 14) Frauenvon außerhalb geheiratet haben, selten genug in jenen Zeiten.

Was aus den Kindern von Michael (III, 12) und Georg (III, 14)geworden ist, ist nicht bekannt. Ihr Wohlstand war wohl nichtnach jener oben geschilderten Katastrophe derartig, daß sie inPerlebcrg ihren Lebensunterhalt fanden, bezw. sind sie in der ge-schilderten Katastrophe untergegangen.

Jene Wanderjahre in den Zeiten der Not hatten aber einem Teilunseres Geschlechts wenigstens einen weiteren Blick gegeben. Essind andere geworden, die nicht mehr eng an der Scholle undam Handwerk kleben. Wir sehen sie nun bald die Heimat verlassenund nicht zu ihrem Schaden. Die alten Traditionen und Beziehungenzur Stadt Perleberg waren durch die Kriegsjahre zum großenTeil erloschen oder doch andere geworden. Perleberg selbst wareine arme Stadt geworden, die ihre Bürger nicht mehr ernährenkonnte. Was in Perleberg von den unseren geblieben, hat es dennauch nicht viel weiter gebracht. Die große Zeit der Zunft war dahin.Dem Niedergang des Handwerks konnten sich auch die Ebells anOrt und Stelle nicht entziehen; wer blieb, kam zurück oderwenigstens nicht vorwärts. KeinEbell erinnert heute mehr inPerlcberg an die alten Tage der Zunft.

Wenden wir uns nun zu jenem Böttchermeister Mathias Ebel(V, 2), der der Stammvater sowohl des Hamburger, wie des RuppinerZweiges unseres Geschlechts geworden ist. War es richtige Erkennt-nis der Sachlage und Lebensklugheit, die ihn bestimmte, seine sämt-lichen Kinder zu veranlassen, die alte Heimat für immer zu ver-lassen oder war es die Not des Lebens, die die Seinen in dieFremde hinaustrieb? Ich glaube das letztere. Die Not ist stetsdie größte- Förderin des kulturellen Fortschritts und Aufschwungesgewesen. Die Not hat das Größte geschaffen, was Menschen über-haupt hervorgebracht. Die Geschichte aller Völker und ganz be-sonders unsere norddeutsche Entwickelung lehrt uns dies klar. Notlehrt aber nicht nur beten, sondern vor allem auch arbeiten; jenesArbeiten, das weniger in dem Regen der Hände, wie in geistiger

27 ) Im Kopulationsregister der Ruppiner Kirchenbücher steht:Am

6. Juni 1743 heiratet Meister Johann Palzow, Bürger und Tuchmacher hier-selbst, Jungfrau Catarine, Margarete Ebell (VI, 9), weiland Meister MathiasEbells gew. Bg. und Böttchers zu Perleberg hinterlassene eheleiblicheTochter.