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Werfen wir nun einen Blick hierauf, so fällt uns bald auf,daß alle Perleberger Ebells, von der ersten bis in die letzte dortlebende Generation hinein, den goldenen Boden des Handwerks nichtverlassen haben. Tischler, Lakenniacher, Böttcher, Schuster sind dieHauptvertreter. Auf die Schuster wollen wir besonders stolz sein,es war die vornehmste Gilde der Stadt. Erst als der alte, heimischeBoden verlassen wird, traten andere Berufsarten auf, die dann imTuchmachergewerk, ,aus dem später die Juchfabrikanten heraus-wuchsen, den größeren Teil unseres Geschlechts in unserer zweitenHeimat Ruppin seßhaft machen, es zu einer gewissen Blüte bringenund dort bis auf unsere Zeit auch seßhaft erhalten.
Betrachten wir die ältesten Generationen, so sehen wir zunächst,daß wir die Vorfahren von jenem Jorge Ebel (I, 1) wohl zweifellosebenfalls in Perleberg zu suchen haben. Die Kirchenbücher reichenindessen nur bis 1566 zurück. Es sei gestattet, hier die Kolonisations-frage zu streifen. Erst dem ersten Askanier, Albrecht den Bären,den, wie Schwebel in seinen „Kulturhistorischen Bildern“ sagt, derBrandenburger mit vollem Recht „den Großen“ nennen kann, war esgelungen, die über 600 Jahre in unsern Landen herrschenden Wendenendgültig zu besiegen und somit, um 1150, Herr der Nordmark undder Länder an der Havel zu werden.
„Das nackte Land war zwar erobert,“ sagt Berner in seinerGeschichte des Preußischen Staates, „doch mußte für dasselbe einVolk erst sozusagen geschaffen werden und dies Volk mußte inseinen wirtschaftlichen und staatlichen Verhältnissen so • gestelltwerden, daß es befähigt war, das slavische Volk, soweit es sichnicht zurückgezogen hatte, zu überwinden.
Wie einst zu Zeiten der Völkerwanderung die deutschen Stämmeaus diesen Gegenden gezogen w’aren, so begann jetzt eine umgekehrteVölkerwanderung aus Sachsen, Schwaben, Holland, Friesland undvom Rhein her nach Brandenburg r während die Slaven auswanderten“.
Gewiß ist, daß sich hier die Slaven auch mit den Germanenvermischten und, wie ich in meinem „Wendenkampf“ ausgeführt,nicht zu unserem Schaden.
Hier also haben wir, da Ebell unbedingt germanischen undnicht slavischen Stammes ist, die Anfänge unseres Geschlechts zusuchen.
Jene Einwanderung dauerte bis gegen Ende des Mittelalters.Hier sind die ersten Ebellschen Stammesvettern in die Mark ge-kommen.