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Geschichte des Geschlechts Ebell nebst Stammtafeln u. Wappen
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ebenfalls von einem gejagten und geschlachteten, aber immer wiedererstehenden Eber. Es würde hier zu weit führen, diesen hochinter-essanten mythologischen Spuren weiter zu folgen, nur angedeutetsei, daß auch die phönizischen Mythen den Eber kennen, daß auchdie altindischen Traditionen in Sagen und Liedern den Eber (Vrita)als Symbol feiern; unsere Spuren gehen also bis auf den indo-germanischen Ursprung der Germanen zurück.

Der Eber ist a|ber ein tüchtiges, wildes Tier, das sich tapferwehrt, wie denn auch im Nibelungenlied (Strophe 1886) HägensBruder Dankwart mit einemeberswin, Aias in der Ilias (XVII,281) dem kühnen Mute des Ebers verglichen wird. Ebel, Ebell,(wie auch Eberhard, Ebeling, Eberlein, Ebert, Ebhart usw.) bezeichnetalso ursprünglich einen kühnen, tüchtigen Mann, der sich wie derEber, auch vor der Uebermacht und kläffenden Hunden nicht scheut.Er wird nach seinen Zähnen dashauende Tier genannt. VieleGeschlechter führen den hauenden Eber im Wappen.

Mut, Trotz, Kühnheit also war es, was unsere Ahnen einst demerstenEbell mit seinem Namen für seinen künftigen Lebensweggewünscht haben. Wir können damit zufrieden sein. Daß wir ger-manischen Ursprungs sind, glaube ich hiermit nachgewiesen zuhaben. Mannesmut und unerschrockene Kühnheit haben heute nochdie gleiche Geltung, nur ihr Gebiet hat sich geändert. Aus derkörperlichen Betätigung im Kampfe Mann gegen Mann, ist mehrund mehr jener geistige Mut geworden, der uns frei machen sollvon dem gedankenlosen Hinleben und den Vorurteilen der großenMenge; jener Mut, der nicht darauf sehen soll, was wohl die Leutesagen, sondern der danach strebt, selbst einer zu werden, auf dendie anderen sehen.