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fanden. Hier entfaltete sich die im stillen Thaleaufgewachsene Blume überaus herrlich. Man wuß-te nicht, ob man die ferrigen, passenden Antwor-ten , oder die scharfsinnigen Fragen des Kindes mehrbewundern sollte. Dem frommen Knaben flößendie Stukiden so schnell vorüber, daß er über diezur Abreise bestimmte Zeit da blieb, um so mehr,da niemand kam, ihn abzuholen. Marie und Jo-seph giengen in der Meinung von Jerusalemweg, Ichsus werde sich an eine Gesellschaft vonBekannten angeschlossen haben. Sie irrten sich.Vergebeiis fragten sie nach ihm bey den Voraus-gegangenen , umsonst bey den Nachkommenden.Drey Tage lang wahrte das angstliche Suchen.Ach mir unaussprechlichem Schmerzen vermißteMaria die köstliche Perle, die ihr anvertraut war!Man gäbe ja lieber alles eher hin, als ein Kind, und«och dazu ein solches. Endlich fanden die Be-kümmerten den Knaben im Tempel. Maria, vonwehmüthiger Zärtlichkeit übernommen, konnte sichnicht enthalten, ihm einen sanften Verweis zuge-ben. Mein Sohn! sagte sie, warum Haft duuns das gethan? Siehe, dein Vater und ichhaben dich mit Schmerzen gesucht, Weise undlieblich war die Antwort: Marum suchtet ihrmich? Misset ihr nickt, daß ich scyn muß indem, das meines Vaters ist. Er bedauert siegleichsam, daß sie mit dem Suchen so viele Zeit ver-loren und so vielen Rümmer sich gemacht hatten.Das Kind sinder mau ja gewöhnlich bey dem Va-ter. Dort erwartet man ev anzutreffen. Bedeutendwar dieser Wink auf einen höheren Vater, dem er
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