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2 (1905) Abschnitt 4. Lebensbeschreibungen
Entstehung
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b) Klementina Karolina Anna Freiin von Crailsheimwurde zu Amerang am 17. November 1848 geboren. In der katholischenReligion erzogen, ließ sie sich nach Vollendung ihrer wissenschaftlichenAusbildung im K. Max Josephsstift zu München als Klosterfrau einkleidenund widmete sich besonders der Krankenpflege.

Während des ägyptischen Krieges leistete sie als Kilo äs In olmrikoNissrieoräs in Alexandrien tüchtiges in der Krankenpflege. Später warsie als Klosterfrau und Erzieherin im Schulorden „Laers oosur" zuBeyruth in Syrien.

o) Krafft Anton Friedrich Maximilian Freiherr von Crails-heim wurde zu Amerang am 10. Mai 1852 geboren. Nachdem erdurch Hofmeister zu Hause erzogen und unterrichtet worden war, wurdeer in das Salzmannsche Erziehungsinstitut Schnepfcnthal bei Gotha ge-schickt, von wo er nach erlangter Maturität für den Einjährig-Frei-willigendienst 1868 auf die landwirtschaftliche Hochschule Weihenstephanübersiedelte. Nach zweijähriger Studienzeit dortselbst trat er im Sep-tember 1870 in das 1. bayerische Artillerie-Regiment als freiwilligerSoldat ein, um den Feldzug gegen Frankreich mitzumachen. Im Oktober1870 wurde er vor Orleans zum Unteroffizier befördert. Als Ordonnanz-reiter des Generals von Orff wurde er durch Armeebefehl öfters belobtund am 8. Dezember 1870 nach der Schlacht bei Beaugency mit dembayerischen Militärvcrdienstkreuz dekoriert. Als Mitkämpfer in 16 Schlachtenund Gefechten wurde er zum Junker und November 1871 zum aktivenArtillcrieleutnant befördert. Im Juli 1874 trat er als Leutnant indie Reserve über, um das von seinem Vater erkaufte Gut Altenhohenauam Inn sieben Jahre lang zu verwalten. 1881 übernahm er vonseinem Vater Krafft das Stammgut Amerang selbst, das er einemWunsche der Ahnfrau Wilhelminc, geb. Gräfin von Lamberg — seinerGroßmutter — entsprechend 1892 zu einem Frhrl. von CrailsheimschcnFamilienfideikommißgut umwandelte. Anerkennenswert sind seine Bestre-bungen, den Wert und das Erträgnis des Fideikommißgutes Amerangdurch Zulauf von Grundbesitz wie auch durch alle möglichen Verbesserungenund eine intensive, rationelle Bewirtschaftung und Kultur zu erhöhen.Das von ihm mit 550 Tagwerk übernommene Fidcikommißgut mißt jetztoa. 1260 Tagwerk. (Siehe Seite 160, I. Band, 1904 Neuzukauf vonea. 120 Tagwerk Wald.)

Im September 1900 wurde er mit der goldenen Medaille für Ver-dienste um die bayerische Landwirtschaft ausgezeichnet.