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2 (1905) Abschnitt 4. Lebensbeschreibungen
Entstehung
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Johann Ulrich harmonierte in der schönsten Weise mit seinemBruder Wolf. Bei jeder ernsten und intimen Familienangelegenheitfragte er seinen Bruder um Rat, der ihm auch immer brüderlichst beriet,wie aus vielen vorhandenen Briefen zu ersehen ist. (Rügl. Arch.)

Bon Johann Ulrichs Kindern erster Ehe wurde geboren:

Albrecht am 18. August 16S2. Er vermählte sich mit AnnaSusanna Nüdin von Colnberg. Als sie am 4. November 1668 aneinem hitzigen Fieber gestorben war, nachdem sie mit ihrem Manne voneiner Reise nach Ungarn zurückgekehrt war, vermählte er sich abermals1691, und zwar mit Anna Eleonora, geb. von Cachcdenier, Tochterdes Geheimrates Friedrich von Cachedenier, welche 700 st. Hciratsguteinbrachte. (Rügl. Arch., IV, IV, 8.) Albrecht selbst war Ritterratdes Nitterkantons Steigerwald.

1678 wurde er Rittmeister im württembcrgischen Regiment zuPferd und 1633 Obristwachtmeister zu Pferd des schwäbischen Kreises.

1688 nahm er an der Belagerung von Belgrad im Türkcnkriegeteil und brachte von dort einen gefangenen Türken mit nach Hause, dener dann seinem Bruder Hannibal Friedrich in Rügland schenkte.(Siehe dort.)

Albrecht erhielt in der Schlacht bei Höchstadt am 13. August 1704,welche durch den Sieg des Prinzen Eugen und Marlberoughs überdas bayerisch-französische Heer dem spanischen Erbfolgekricg eine ent-schiedene Wendung gab, sieben Wunden, welchen er auch, nach Ansbachgeschafft, am 26. September 1704 erlag. Sein Leichnam wurde in derRitterkapclle der Stiftskirche zu Ansbach aufgebahrt und dann nachRügland zur Beisetzung in der Kirche neben dem Taufstein am 28. Sep-tember überführt. (Rügl. Arch., II, III, 11.)

Seine zweite Frau starb am 11. März 1705 zu Rödclsee an einerschweren, langwierigen Krankheit und wurde auf ihr besonderes Ver-langen hin nach Rügland zur Beisetzung geschafft, welche am 15. Märzvollzogen wurde.

Albrecht erbte mit seinen Brüdern die väterlichen Besitzanteile.Am 6. Mai 1637 schließt er mit Wolf und Krafft einen Rezeß ab,demgemäß er auf ein Jahr die Wohnung zu Thann bewohnen dürfe.Bei der brüderlichen und vetterlichen Teilung von 1690 erhielt er mitseinem Bruder Julius Dietrich zusammen Fröhstockheim und Rödelsce