vorige Verfassung sicher gestellt. Viele Anhänger derGegenpartei verließen das Land.
So war auch für den jungen Wilhelm Friedrich dieseerste Prüfung glücklich überstanden. Der Wohlstand desiranischen Hauses schien fester, als je, gegründet.
Um sich weiter auszubilden, um deutsche Höfe zusehen, um auch seine künftigen Erbländcr kennen zu ler-nen, unternahm der Prinz, mit seinem Führer Stam-ford, im Jahr 1788 eine Reise nach Deutschland, undverweilte bis in den Herbst des folgenden Jahres zu Ber-lin und Braunschwcig. Während eines Aufenthalts voneinigen Wochen im iranischen (im Sept. 1789), erhielter die ersten Beweise der treuen Anhänglichkeit der Nas-sauer an ihr Fürstenhaus, und die Freude über seine Er-scheinung war um so allgemeiner, als das Land seit einemhalben Jahrhundert kein Glied der regierenden Familiegesehen hatte. — Nach seiner Zurückkunft benutzte er bisin das-Jahr 1790 auf der vaterlandischen Universität Lei-den den Unterricht der dortigen berühmtesten Lehrer zurErweiterung seiner Kenntnisse in allen einem Fürstennützlichen Fächern.
Ein Jahr spater erfolgte die Vermahlung des Erb-prinzen mit Friederike Louise Wilhelm ine, Kö-nig Friedrich Wilhelms II. von Preußen Tochter. Diereizende Gestalt, das liebliche, einnehmende Wesen dernoch nicht achtzehnjährigen Fürstin gewannen ihr balddie Herzen der Niederländer, und noch werther ward siediesem Volke, als sie im folgenden Jahre den nunmehrigenKronprinzen gebar.
Ihr Gemahl machte sich inmittelst, nebst seinem spä-terhin als einen der ersten Feldherrn ausgezeichneten Bru-der Friedrich, um die Verbesserung der holländischenLandmacht möglichst verdient. Wenn der Zweck nichtganz und in dem Grade erreicht ward, wie es bald zurBcstehung des Kampfes mit einem furchtbaren Feinde zuwünschen gewesen wäre, so darf die Schuld den beiden