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Wilhelm I, König der Niederlande : biographische Skizze und Charakteristik
Entstehung
Seite
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gen Wilhelm ein Opfer ab, welches seinem Herzen nochimmer wehe thut. Das Baterland trauert über einenVerlust, den ihm nichts ersetzen kann. — Der Vorhangmag fallen. Heil dem König! Lange und glücklich lebeWilhelm I.!

Nachrede.

Vielleicht ists einem oder dem andern Leser befremd-lich oder unangenehm, daß die Erzählung gerade da ab-bricht, wo König Wilhelm auf einen größcrn Schauplatzgetreten ist. An Stoff zur Verlängerung dieser Darstel-lung hätt' es auch nicht fehlen können, denn viel ist wah-rend der noch nicht zweijährigen Dauer des neuen König-thums geschehen. Vollkommen bewährt hat Wilhelmdurch innie größere Handlungen, daß, was oben vonden vorzüglichen und ausgezeichneten Herrschergabcn die-ses erhabenen Zeitgenossen gesagt worden, nicht Schmei-chelei, nicht übertrieben ist; um so vollkommener hat essich bewährt, je zahlreicher und mächtiger die Hindernissewaren, welche sich den wohlwollenden Absichten des Kö-nigs entgegen stellten. Wenn es oben schon als eine nichtleichte Aufgabe für den jungen Fürsten dargestellt ward,die Negierung über mehrere in Deutschland zerstreute, injeder Rücksicht unter sich sehr verschiedene, obwohl dochnur kleine, Länder gut zu führen, so erscheint die jetzigeallenthalben unendlich schwieriger.

Die nun wieder in Ein Reich verschmolzenen Staa-ten waren zwar früher unter Burgund und Spanien demnämlichen Oberhaupt untergeben gewesen, hatten aberauch damals schon nie ein eigentliches Ganzes gebildet.Jede der siebenzehn Provinzen war in manchem Betrachtals ein besondrer kleiner Staat anzusehen. Durch dieerste niederländische Revolution befanden sich seit Jahr-