V o r e r i n n e r u n g.
Äer Verf. der folgenden Darstellung hat in seiner schrift-stellerischen Laufbahn die Aufmunterung genossen, daßseine, meist historischen, Arbeiten mit Beifall aufgenom-men , von Kennern ihrer mit Lob gedacht worden. Den-noch würde er, in der schweren Kunst der Biographik ganzungeübt, und nun fast am Ziele seines Lebens, sich nichtnoch in ein neues Feld gewagt, am wenigsten an der öf-fentlichen Darstellung eines unter den Zeitgenossen inmehreren Rücksichten ausgezeichneten Monarchen sich ver-sucht haben, fände er nicht in seinem eignen Leben gewis-sermaaßen den Beruf, für die Geschichte unsrer Zeit,für einen künftigen, würdigern Biographen, einzelneZüge und Umrisse in diesem Werke niederzulegen, wie sienur ein Augenzeuge zu geben vermag, dem llLahrheit undTreue über Alles heilig, dem Nebenabsichten bei dieserArbeit fremd sind, der von Schmeichelei stets entferntwar und noch ist.
Sieben Jahre lang genoß der Verf. das Glück, fastununterbrochen an dem Hofe und in der Nahe dieses sel-tenen Mannes zu seyn; ihn fast täglich und oft Tagelang in seiner schönen Thatigkeit zu sehen; unter feinenAugen zu arbeiten, in seiner Hand das Werkzeug zurAusführung so mancher edlen That, so manchen Plans