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Amalie von Oranien, geb. Gräfin zu Solms-Braunfeld : ein Lebensbild
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Der so frühe Tod des mir Freund gewordenenPrinzen Albrecht am 8. März 1901 verhinderte meineprojektierte Reise nach Paris und dem Haag, umweitere Schätze in den Archiven zu heben. Ich mußtemich damit begnügen, in Paris, dem Haag und in Berlinanzufragen, was zu meinem Zwecke noch vorhandensei, und meine Arbeit fand von dort keine Förderung *).Anfragen in München ergaben dasselbe negative Re-sultat -). Der neue Regent, Seine Durchlaucht PrinzFriedrich zu Solms-Braunfels, übertrug mir, voll Pietätfür Amaliens Gedächtnis, kontraktlich am 26. Juli 1901die Abfassung der Biographie auf der Basis derForschungen, die Jrmer, Allmenröder und ich gemacht,und hiermit habe ich meine Aufgabe gelöst.

Der Welt zeige ich das Bild einer eminentenPolitikerin von männlichem Verstände, dem hohen HauseSolms meißele ich ein Denkmal seiner größten Frau.Durch vortreffliche Porträts, die mir die Häuser Solmsund Dohna wie Seine Hoheit der hochselige HerzogFriedrich I. von Anhalt zur Verfügung stellten, findetmein Werk eine würdige Ausschmückung.

') Antwort vom Königlichen Hausarchiv im Haag, 31. Januar 1901,vom Nationalarchiv in Paris, 17. Januar 1901, vom KöniglichPreußischen Hausarchiv in Charlottenburg, 16. November 1900.

) Antwort vom Königlich Bayrischen Geheimen Staatsarchivin München, 16. August 1901 und vom Königl. Allgemeinen Reichs-archiv daselbst, 20. u. 23. Sept. 1901.

Dessau, im November 1905.

Arthur Kleinschmidt.