Druckschrift 
1 (1792)
Entstehung
Seite
170
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2. Mit diesen! verschiedenen Eindrucke, dennahe oder entlegene Gegenstände auf unserAuge machen, haben wir uns von Jugend aufgewöhnt, den Begriff von Entfernungoder Abstand zu verbinden, d. h. wir habenuns ein Augenmaaß, ein Vermögen er-worben, blos aus diesem Eindrucke Entfernun-gen zu vergleichen oder zu schätzen, und dasmit desto grösserer Genauigkeit, je öfter wirGelegenheit gehabt haben, Sachen in einerwirklich ausgcmefsencn, oder auch nur in Zeitoder Schritten angegebenen Entfernung zu se-hen, oder aus Verglcichung des Gesichts mitdem Gefühl, und durch andere Mittel, ausdem, was uns das Auge darstellt, Urtheileüber die wahren Grössen und Lagen der Ge-genstande zu fallen.

Z. Indessen wird unser Urtheil über dieGrösse und Entfernung einer Sache untcrwei-lcn getauscht. Das geschieht, wenn wir E.

Nach den Objecten, deren GrößeundAbstand, sowohl unter sich, alsvom Auge, wir aus Verglcichungihrer scheinbaren Helligkeit, Farbeund Deutlichkeit, schätzen wollen,keine ganz freye Aussicht haben.

Wem lehret nicht die Erfahrung, daß einThurm oder Berg, wenn er über ein näheresGebäude hervorragt, uns viel naher und grös-ser