Heine: Neue Gedichte.
Da stehen die Diener und schreien:Uaäams la oomtesso äg Kuckelsslä.
Stolz, in der Hand den Fächer,Wandelst du durch die Gemächer.
Belastet mit DiamantenUnd Perlen und Brüsseler Kanten,
Dein weißer Busen schwelletUnd freudig überquellet.
Das ist ein Lächeln und NickenUnd Knicksen und tiefes Bücken!Die Herzogin von PaviaDie nennt dich: oa.ro, mia.
Die Junker und die Schranzen,Die wollen mit dir tanzen;
Und der Krone witziger ErbeNüst laut im Saal: SüperbeSchwingt sie den Steiß, die Gudelfeld!
Doch, Ärmste, hast du einst kein Geld,Dreht dir den Rücken die ganze Welt.Es werden die LakaienAuf deine Schleppe speien.
Statt Bückling und ScherwenzenGibt's nur Impertinenzen.
Die oara mia bekreuzt sich.
Und der Kronprinz ruft und schneuzt sich:Nach Knoblauch riecht die Gudelfeld.
4.
Wandere!
Wenn dich ein Weib verraten hat,So liebe flink eine andre;
Noch besser wär' es, du ließest die StadtSchnüre den Ranzen und wandre!
Du findest bald einen blauen See,Umringt von Trauerweiden;