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Neue Gedichte
Seite
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Romanzen.

Der König stöhnt und schluchzt und weintAlsdann aus Herzensgrunde.

Schnell beugt sich hinab die WasserfeeUnd küßt ihn mit lachendem Munde.

Unterwelt.

I.

Blieb ich doch ein Junggeselle!Seufzet Pluto tausendmal

Jetzt in meiner Ehstandsqual,

Merk' ich, früher ohne WeibWar die Hölle keine Hölle.

Blieb ich doch ein Junggeselle!

Seit ich Proserpinen Hab'

Wünsch' ich täglich mich ins Grab!Wenn sie keift, so hör' ich kaumMeines Cerberus Gebelle.

Stets vergeblich, stets nach FriedenRing' ich. Hier im SchattenreichKein Verdammter ist mir gleich!Ich beneide SisyphusUnd die edlen Danaiden.

II.

Auf goldenem Stuhl, im Reiche der Schatten,Zur Seite des königlichen Gatten,

Sitzt ProserpineMit finstrer Miene,

Und im Herzen seufzet sie traurig:

Ich lechze nach Rosen, nach SangesergüssenDer Nachtigall, nach Sonnenküssen

Und hier unter bleichenLemuren und LeichenMein junges Leben vertraur' ich!

Heinc. Neue CedWe. 6