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Neue Gedichte
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71
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Romanzen. 71

Die sechste zögert und küßt am End'

Die Lippen und die Wangen.

Der Ritter ist klug, es fällt ihm nicht ein,Die Augen öffnen zu müssen;

Er läßt sich ruhig im MondenscheinVon schönen Nixen küssen.

12.

Vertmild de Born.'

Ein edler Stolz in allen Zügen,Auf seiner Stirn Gedankenspur,Er konnte jedes Herz besiegen,Bertrand de Born, der Troubadour.

Es kirrten seine süßen TöneDie Löwin des Plantagenets;Die Tochter auch, die beiden Söhne,Er sang sie alle in sein Netz.

Wie er den Vater selbst bethörte!In Thränen schmolz des Königs ZornAls er ihn lieblich reden hörte,Den Troubadour, Bertrand de Vorn.

13.

Frühling.

Die Wellen blinken und fließen dahin —Es liebt sich so lieblich im Lenze!

> Ter berühmte Troubadour Bertrand de Born M4S—I2IV) lebte am5rofe der Eleonore von Aquitanien, der Gemahlin Heinrichs II. von Englano.Bei dein langen Familienznüst, in dem letztere und im- Söhne mit Heinrich II.sich befanden, ergriff Bertrand durch Lieder und Thaten eifrig die Parteiseiner .Herrin. Seine Dichtungen erfreuten sich des größten Ansehens in derdamaligen vornehmen Welt.