Romanzen.
Und als die Mitternachtstunde schlug,Da könnt' er nicht länger sich halten,Mit bleichen Lippen ruft er anDie Unterweltsgswalten.
Ihr Geister! Holl mir aus dem GrabDie Leiche der schönsten Frauen,
Belebt sie mir für diese Nacht,
Ich will mich dran erbauen.
Er spricht das grause Beschwörungswort,Da wird sein Wunsch erfüllet,
Die arme verstorbene Schönheit kommt,In weiße Laken gehüllet.
Ihr Blick ist traurig. Aus kalter BrustDie schmerzlichen Seufzer steigen.
Die Tote setzt sich zu dein Mönch,Sie schauen sich an und schweigen.
o.
Aus einem Briefe.
(Die Somie spricht:)
Was zehn dich meine Blicke an?
Das ist der Sonne gutes Recht,
Sie strahlt auf den Herrn wie auf den Knecht;Ich strahle, weil ich nicht anders kann.
Was gehn dich meine Blicke an?
Bedenke, was deine Pflichten sind,
Nimm dir ein Weib und mach ein Kind,Und sei ein deutscher Biedermann.
Ich strahle, weil ich nicht anders kann,Ich wandle am Himmel wohl auf, wohl ab.Aus Langeweile guck' ich hinab —
Was gehn dich meine Blicke an?
(Der Dichter spricht:)
Das ist ja eben meine Tugend,
Daß ich ertrage deinen Blick,