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Neue Gedichte
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62 Heine: Neue Gedichte.

Es sinkt die Nacht. Bei Fackelschein,

Sie suchen hin und her im Wald,

Der angstverwirret widerhalltVon Weinen und Lachen und Schluchzen und Schrei'n:Adonis! Adonis!

Das wunderschöne Jünglingsbild,

Es liegt am Boden blaß und tot,

Das Blut färbt alle Blumen rot,

Und Klagelaut die Lust erfüllt:

Adonis! Adonis!

3.

Childe Harold.'

Eine starke, schwarze BarkeSegelt trauervoll dahin.Die vermummten und verstummtenLeichenhüter sitzen drin.

Toter Dichter, stille liegt er,Mit entblößtem Angesicht;

Seine blauen Augen schauenImmer noch zum Himmelslicht.

Aus der Tiefe klingt's, als riefeEine kranke Nixenbraut,

Und die Wellen, sie zerschellenAn dem Kahn, wie Klagelaut.

4.

Die Beschwörung.

Der junge Franziskaner sitztEinsam in'der Klosterzelle,

Er liest im alten Zauberbuch,

Genannt der Zwang der Hölle.

> B>»ons Leiche ließ der Graf Pietro Gainba von Missolnngchi nachEngland bringen.