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Romanzero
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Nachwort zum ,,No»ni»;cro".

Ich Habs dieses Buch Romanzero genannt, weil der No-manzenton vorherrschend in den Gedichten, die hier gesammelt.Mit wenigen Ausnahmen schrieb ich sie während der letztendrei Jahre, unter mancherlei körperlichen Hindernissen undQualen. Gleichzeitig mit dem Romanzero lasse ich in der-selben Verlagshandlnng ein Büchlein erscheinen, welchesderDoktor Faust, ein Tanzpoem, nebst kuriosen Berichten überTeufel, Hexen und Dichtkunst" betitelt ist. Ich empfehlesolches einem verehrungswürdigen Publiko, das sich gern ohneKopfanstrengung über dergleichen Dinge belehren lassenmöchte; es ist eine leichte Goldarbeit, worüber gewib mancherGrobschmied den Kopf schütteln wird. Ich hegte ursprünglichdie Absicht, dieses Produkt dem Romanzero einzuverleiben,was ich aber unterließ, um nicht die Einheit der Stimmung,die in letzteren« waltet und gleichsam sein Kolorit bildet, zustören. Jenes Tanzpoem schrieb ich nämlich im Jahre 1847,zu einer Zeit, wo mein böses Siechtum bereits bedenklich vor-geschritten war, aber doch noch nicht seine grämlichen Schattenüber mein Gemüt warf. Ich hatte damals noch etwas Fleischund Heidentum an mir, und ich war noch nicht zu dem spiri-tnalistischen Skelette abgemagert, das jetzt ssiner gänzlichenAuflösung entgegenharrt. Aber existiere ich wirklich noch?Mein Leib ist so sehr in die Krümpe gegangen, daß schier nichtsübriggeblieben als die Stimme, und mein Bett mahnt michan das tönende Grab des Zauberers Merlinus, welches sichim Walde Brozeliand in der Bretagne befindet, unter hohenEichen, deren Wipfel wie grüne Flammen gen Himmel lodern.Ach, um diese Bäume und ihr frisches Wehen beneide ich dich,Kollege Merlinus, denn kein grünes Blatt rauscht herein inmeine Matratzengruft zu Paris, wo ich früh und spat nurWageugerassel, Gehämmer, Gekeife und Klaviergsklimper ver-nehme. Ein Grab ohne Ruhe, der Tod ohne die Privilegien