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Romanzero
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109
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TritteS Buch. Hebräische Melodien. U)ö

Nur dem Gotte steht er Rede,

Nicht dem Volke — In der Kunst,

Wie im Leben kann das VolkTöten uns, doch niemals richten. —

g.

Bei den Wassern Babels saßenWir und weinten, unsre HarfenLehnten an den Trauerweiden^ —

Kennst du noch das alte Lied?

Kennst du noch die alte Weise,

Die im Anfang so elegischGreint und sumset, wie ein Kessel,

Welcher auf dem Herde kocht?

Lange schon, jahrtausendlangeKocht's in mir. Ein dunkles Wehe!Und die Zeit leckt meine Wunde,

Wie der Hund die Schwären Hiobs.

Dank dir, Hund, für deinen Speichel —Doch das kann nur kühlend lindern —Heilen kann mich nur der Tod,

Aber, ach, ich bin unsterblich!

Jahre kommen und vergehen —

In dem Webstuhl läuft geschäftigSchnurrend hin und her die Spule —Was er webt, das weiß kein Weber.

Jahre kommen und vergehen,Menschenthränen träufeln, rinnenAuf die Erde, und die ErdeSaugt sie ein mit stiller Gier —

Tolle Sud! Der Deckel springt —

Heil dem Manne, dessen HandDeine junge Brut ergreifetUnd zerschmettert an der Felswand.

> Psalm IS6, l.