Erstes Buch. Historien. 31
Unterlag, wird ewig lebenIn der Menschen Angedenken."
„Berg des letzten Mohrenseufzers"
Heißt bis ans den hent'gen TagJene Höhe, wo der KönigSah zum letztenmal Granada.
Lieblich hat die Zeit erfüllet,
Seiner Liebsten Prophezeiung,
Und des Mohrenkönigs NameWard verherrlicht und gefeiert.
Nimmer wird sein Ruhm verhallen.
Ehe nicht die letzte SaiteSchnarrend losspringt von der letztenAndalusischen Guitarre.
Geoffroy Rudel und Melisande von Tripoll.
In dem Schlosse Blay erblickt manDie Tapete an den Wänden,
So die Gräfin TripolisEinst gestickt mit klugen Händen.
Ihre ganze Seele stickteSie hinein, und LiebesthräneHat gefeit das seidne Bildwerk,
Welches darstellt jene Szene:
Wie die Gräfin den RudelSterbend sah am Strande liegen,
Und das Urbild ihrer SehnsuchtGleich erkannt' in seinen Zügen.
Auch Rudel hat hier zum ersten-Und zum letztenmal erblicketIn der Wirklichkeit die Dame,
Die ihn oft im Traum entzücket.
Über ihn beugt sich die Gräfin,
Hält ihn liebevoll umschlungen,