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Romanzero
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Erstes Puch, Historien

Auf grauen mit Perlen gefüllten SäckenPflegt hier der König sich hinzustrecken;

Der Affe legt sich zum MonarchenUnd beide schlafen ein und schnarchen.

Das Kostbarste aber von allen SchätzenDes Königs, sein Glück, sein Seelenergötzen,Die Lust und der Stolz von Mahawasant,

Das ist sein weißer Elefant.

Als Wohnung für diesen erhabenen Gast,

Ließ bauen der König den schönsten Palast;Es wird das Dach, mit Goldblech beschlagen,Von lotos-knäufigen Säulen getragen.

Am Thore stehen dreihundert TrabantenAls Ehrenwache des Elefanten,

Und knieend mit gekrümmtem Rucken,

Bedienen ihn hundert schwarze Eunucken.

Man bringt auf einer güldnen SchüsselDie leckersten Bissen für seinen Rüssel;

Er schlürft aus silbernen Eimern den Wein,Gewürzt mit den süßesten Spezerei'n.

Man salbt ihn mit Ambra und Rosenessenzen,Man schmückt sein Haupt mit Blumenkränzen;Als Fußdecke dienen dem edlen TierDie kostbarsten Shawls aus Kaschimir.

Das glücklichste Leben ist ihm beschieden.

Doch niemand auf Erden ist zufrieden.

Das edle Tier, man weiß nicht wie.

Versinkt in tiefe Melancholie.

Der weiße MelancholikusSteht traurig mitten im Überfluß.

Man will ihn ermuntern, man will ihn erheitern.Jedoch die klügsten Versuche scheitern.

Vergebens kommen mit Springen und SingenDie Bajaderen; vergebens erklingenDie Zinken und Pauken der Musikanten,

Doch nichts erlustigt den Elefanten.