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Romanzero
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g Heine: Nomanzero.

Alljährlich mit Trommeln, Posaunen und FahnenZiehen nach Siam die Zinskarawanen;

Viel tausend Kamele, hochberuckte,

Schleppen die kostbarsten Landesprodukte.

Sieht er die schwerbepackten Kamele,So schmunzelt heimlich des Königs Seele;Öffentlich freilich pflegt er zu jammern,

Es fehle an Raum in seinen Schatzkammern.

Doch diese Schatzkammern sind so weit,

So groß und voller Herrlichkeit;

Hier überflügelt der Wirklichkeit PrachtDie Märchen von Tausend und Eine Nacht.

Die Burg des Jndra" heißt die Halle,Wo aufgestellt die Götter alle,

Bildsäulen von Gold, fein ziselieret,Mit Edelsteinen inkrustieret.

Sind an der Zahl wohl dreißigtausend,

Figuren abenteuerlich grausend,

Mischlinge von Menschen- und Tiergeschöpfen,Mit vielen Händen und vielen Köpfen.

In:Pupursaale" sieht man verwundertKorallenbäume dreizehnhundert,

Wie Palmen groß, seltsamer Gestalt,

Geschnörkelt die Äste, ein roter Wald.

Das Estrich ist vom reinsten KristalleUnd widerspiegelt die Baume alle.

Fasanen vom buntesten GlanzgefiederGehn gravitätisch dort ans und nieder.

Der Lieblingsaffe des MahawasantTrägt an dem Hals ein seidenes Band,

Dran hängt der Schlüssel, welcher erschleußtDie Halle, die man den Schlafsaal heißt.

Die Edelsteine vom höchsten Wert,

Die liegen wie Erbsen hier auf der Erd'Hochaufgeschüttet; man findet dabeiDiamanten so groß wie ein Hühnerei.