IM Die Heimkehr.
Rosenöl aus goldnem FläschchenGießt die Dame, sorgsam sinnend.Auf Almansors braune Locken —Und er seufzt aus Herzenstiefe.
Süßen Kuß, mit sanftein Munds,Drückt die Dame, sorgsam sinnend.Auf Almansors braune Locken —Und es wölkt sich seine Stirne.
Thränenflut aus lichten AugenWeint die Dame, sorgsam sinnend,Auf Almansors braune Locken —Und es zuckt um seine Lippen.
Und er träumt: er stehe wieder,Tief das Haupt gebeugt und triefend,In dem Dome zu Corduva,
Und er hört viel dunkle Stimmen.
All die hohen RiesensäulenHört er murmeln unmutgrimmig,Länger wollen sie's nicht tragen,Und sie wanken und sie zittern; —
Und sie brechen wild zusammen,Es erbleichen Volk und Priester,Krachend stürzt herab die Kuppel,Und die Christengötter wimmern.
Die Wallfahrt nach Kevlaar.i.
Am Fenster stand die Mutter,Im Bette lag der Sohn.
„Willst du nicht aufstehn, Wilhelm,Zu schaun die Prozession?"
„Ich bin so krank, o Mutter,
Daß ich nicht hör' und seh';
Ich denk' an das tote Gretchen,Da thut das Herz mir weh." —