Die Heimkehr
Dort mit meiner holden DonnaWandle ich am Sommerabend.
Um den schlanken Leib der SchönenHab' ich meinen Arm gebogen,Und mit sel'gem Finger fühl' ichIhres Busens stolzes Wogen.
Doch ein ängstliches GeflüsterZieht sich durch die Lindenbäume,Und der dunkle Mühlbach untenMurmelt böse, bange Träume.
„Ach Sennora, Ahnung sagt mir:Einst wird man mich relegieren,Und auf Salamancas WällenGehn wir nimmermehr spazieren."
81.
Neben mir wohnt Don Henriqucz,Den man auch den Schönen nennet;Nachbarlich sind unsrs Zimmer,Nur von dünner Wand getrennet.
Salamancas ^ Damen glühen,Wenn er durch die Straßen schreitet,Sporenklirrend, schnurrbartkräuselnd.Und von Hunden stets begleitet.
Doch in stiller AbendstundeSitzt er ganz allein daheime.
In oen Händen die Guitarre,
In der Seele süße Träume.
In die Saiten greift er bebendUnd beginnt zu phantasieren —Ach! wie Katzenjammer quält michSein Geschnarr und Quinquiliercn.
' Göttingens: vgl. das vorige Gedicht.