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Buch der Lieder
Seite
65
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Lyrisches Intermezzo, tiö

33.

Ein Fichtenbaum steht einsamIm Norden auf kahler Höh'.

Ihn schläfert; mit weißer DeckeUmhüllen ihn Eis und Schnee.

Er träumt von einer Palme,

Die fern im MorgenlandEinsam und schweigend trauertAuf brennender Felsenwand.

34.

(Der Üops spricht:)

Ach, wenn ich nur der Schemel war',Worauf der Liebsten Füße ruhn!Und stampfte sie mich noch so sehr.Ich wollte doch nicht klagen thun.

(Das Herz spricht!)

Ach, wenn ich nur das Kißchen war',Wo sie die Nadeln steckt hinein!Und stäche sie mich noch so sehr,Ich wollte mich der Stichs freun.(Das Lied spricht!)

Ach, wär' ich nur das Stück PapierDas sie als Papillote braucht!Ich wollte heimlich flüstern ihrIns Ohr, was in mir lebt und haucht.

33.

Seit die Liebste war entfernt,Hatt' ich's Lachen ganz verlernt.Schlechten Witz riß mancher Wicht,Aber lachen könnt' ich nicht.

Seit ich sie verloren Hab',Schafft' ich auch das Weinen ab;Fast vor Weh das Herz mir bricht,Aber weinen kann ich nicht.

H-tne. Buch der Lieder. 5