Traumbilder.
Ich schleich' herbei, — den Hahn gespannt,Sieh da! mein eignes Lieb ich fand.
Das war mein Täubchen, meine Braut,Ein fremder Mann umarmt sie traut, —Nun, alter Schütze, treffe gut!
Da lag der fremde Maun un Blut.
Bald drauf ein Zug mit Henkersfron —Ich selbst dabei als Hauptperson —Den Wald durchzog. Bom Baum herabDer Rabe rief: Kopf — ab! Kopf — ab!
Da lachten die Geister im lustigen Chor;Da trat der Spielmann selber hervor:
Ich Hab' mal ein Liedchen gesungen,Das schöne Lied ist aus;
Wenn das Herz im Leibe zersprungen,Dann gehen die Lieder nach Haus!
Und das tolle Gelächter sich doppelt erhebt.Und die bleiche Schar im Kreise schwebt.Da scholl vom Kirchturm „Eins" herab,Da stürzten die Geister sich heulend ins Grab.
9.!
Ich lag und schlief, und schlief recht mild,Verscheucht war Gram und Leid;
Da kam zu mir ein Traumgebild,Die allerschönste Maid.
Sie war wie Marmelstein so bleich.Und heimlich wunderbar;
Im Auge schwamm es perlsngleich,Gar seltsam wallt' ihr Haar.
Und leise, leise sich bewegtDie marmorblasse Maid,
Und an mein Herz sich niederlegtDie marmorblasse Maid.
> Wohl mit Nr. 2, lZ, 7, 8 zusammenzustellen.