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Die Erft hat ihre Quellen in der Eifel, sie durchlliefst einen Theil der fruchtbaren Ebe-nen von Jülich und Cö/n, und ergiefst sich unterhalb Neuf's, Düsseldorf' gegenüber, nacheinein Laufe von vier und zwanzig Stunden, in den Rhein. Die letztgenannten fünf Flüssesind nicht schiffbar.
Die (östliche) Ruhr entspringt in dem Ilerzogthum Westphalen, an der Grenze des Wal-decluschen, durchströmt in reizenden Krümmungen die Grafschaft Mark, und dringt dannüber Werden und Mülheim, im Regierungsbezirk Düsseldorf, au den Rhein, mit welchemsie sich bei Ruhrort verbindet. Dieser Flufs ist durch die bedeutende Menge von Steinkoli-len merkwürdig, welche in seiner Nahe gewonnen und in den sogenannten RuhrnachenRhein auf- und abwärts verschilft werden.
Die Rippe, ein schiffbar gemachter Flufs, welcher im Fiirstenthum Paderborn, bei Lipp~spring , seine Quelle hat, fliefst über Lippstadt, Lünen, Hallern und Dorsten auf fMcsel,und mündet gleich oberhalb dieser Festung in den Rhein.
Aufser diesen Flüssen verdienen noch die beiden, ebenfalls dem Rheine angehörigenFlüsse, die Lahn und die Nahe erwähnt zu werden. Erstere kömmt aus dem Siegen-sehen, strömt über fMetzlar durch das Nassauisclic Gebiet und hat ihren Ausflufs bei Sie-derlahnslcin. Letztere entspringt in den Bergen von Tholey, nimmt den Kirnbach unddie Glan auf, durchfliefst die Stadt Creuznach und fällt bei Bingen in den Rhein.
Als Nebenflüsse der Mosel sind zu bemerken :
1. Die Sure oder Sauer, sie entspringt in den Ardennen des Grorsherzogthums Luxem-burg, bildet von da, wo sie sich mit der (Jur vereinigt, die Grenze zwischenPreufsen und Luxemburg, und fällt bei FMasserbillig in die Mosel. Sie wird nurvon Echternach ab mit kleinen Schiffen oder Nachen befahren.
2 . Die Kyll, welche in der Eifel, in der Nähe des Städtchens gleiches Namens ihreQuelle hat und bei Kräng sich in die Mosel ergiefst; auch sie ist nur in der Naheihrer Mündung für ganz kleine Fahrzeuge schiffbar.
3. Die Saar, sie nimmt ihren Ursprung aus den Vogesen, betritt schon schillbar dieBaierische Rheinprovinz, geht in Preulsen an Saarbrücken vorbei und ergiefst sicheine Stunde oberhalb Trier, bei dem Orte Conz, in die Mosel.
Die zwei bedeutenden Flüsse der Rheinprovinz, welche einem andern Stromgebiet, nem-lich dem der Maas angeliüren, sind die (westliche) Ruhr oder Roer, und die Niers.
Die Roer entspringt aus den Bergsümpfen des hohen V"eens, bei Sourbrodt, zweiStunden von Montjoie, tritt bei Düren in die J ülicher Ebene und ergiefst sich nach ei-nem Laufe von dreifsig Stunden bei Roermonde in die Maas. Sie ist nicht schiflbar.
Die Niers hat ihre Quelle unweit TManlo, inr Regierungsbezirk Düsseldorf, durchfliefstdie Kreise Kempen und Geldern , und vereinigt sich unterhalb des Niederländischen OrtesGennep mit der Maas. Auch sie ist nicht fahrbar.