— 167 —
Dampfheizung der alten Methode durch Feuerkanälczu erwärmen, vorzuziehen ist. Ich habe gefunden,die Pflanzen wachsen üppiger, und bleiben von Jn-secten jeder Art vollkommen rein. Bekanntlich istdie vom Dampfe entstehende feuchte Warme, allenArten von Gewürme nachtheilig. Die Heizung mitDampf ist außerdem auch ökonomischer: unsere Ana-nashauser hier sind siebenzig Fuß lang; sonst be-dürfte es zwei Feuer um die Atmosphäre bei demgehörigen Wärmegrad zu erhalten, da hingegen nachder neuen Methode mit Dampf zu heizen, ein Feu-er u»rer dem Dampfkessel hinreicht, ausgenommenin sehr kalten Nachten, wo ich es nothwendig ge-sunden habe, den Heizkanal nach alter Art, durchein kleines im Ofen angezündetes Feuer zu erwar-men, um dem Niederfallen des Dampfes in denMorgenstunden zu begegnen; dies «geschahe aber nurim Fruchthause wahrend der Frühlingsmonate, wanndie Ananas ihre Früchte zu zeigen anfangen. Kurz,ich habe keine Schwierigkeit gefunden, die Warmedes Hauses bei sechzig Graden (l2Z-° n N.) zuerhalten, wenn Abends zehn Uhr, und des Mor-gens um sechs Uhr, Feuer unter den Dampfkesselgemacht wird.
„Was die ebenfalls durch Dampf aus demsel-ben Kessel erregte Bodenwarme für die Ananas an-langt, so finde ich, daß wenn der Dampf cewa zweiStunden lang des Tags in die unter dem Pflan-zenbecte befindliche Kammer gelassen wird, das Beetfortwährend eine Temperatur von neunzig bis fünfund neunzig Graden (26° bis 28° n. R.) behalt/wel-che, wie ich gefunden habe, so hoch ist, als dieWurzeln der Pflanzen zu ertragen im Stande sind.Ich würde daher neunzig Grad als den festgesetz-ten Wärmegrad angeben, den ich selbst angenommen