Erstes Capitel.
Von der Ananas überhaupt.
Ihre Cultur in West-und Ostindien, Einführung in Holland,und England.
ö^ie Ananas oder Nrornklin Ananas des Ll'nm5,gehört in die erste Ordnung der sechsten Classe sei-nes künstlichen, oder in die dreizehnte Ordnung derachten Classe (Lmmslias) von Jüssieu's natürlichemPflanzensystem. Der ursprüngliche Name dieses Ge-schlechts war Ananas, von Nana, dessen in Brasi-lien gebräuchlichem Namen; und in den frühem Aus-gaben von Millers Gartcn-Lexicon wird die Königin(eine Ananas-Art) Ananas ovnla genannt; Linn6verwandelte ihn aber, zum Andenken Olaus Bro-mels, eines schwedischen Naturforschers, in Lrome-lin und brachte auch die oder wilde Ana-
nas mit darunter, welche man vorher als ein be-sonderes Geschlecht betrachtete.
Persoon hat zwölf Bromelien-Arten beschrieben;von denen allen die Frucht für eßbar angesehen,und von den Eingeborncn vorkommenden Fallsauch gegessen wird. Sechs dieser Arten sind inWestindien naturalisirt; und die übrigen werden inChili, Peru und andern Theilen von Südamerikawild wachsend gefunden.
Die Lrarnkliu Ananas ist die einzige Art,welche allgemein cultivirt wird; in beiden Indien und in^ China zieht man sie in Nebenfluß. Es heißt, sie wachse^ auch in Afrika wild; allein Linnv giebt Neuspanienund Surinam als ihr Vaterland an; und Aeofta (Ilw-fairs nntnrelllZ ä<Zt> Inäss) sagt, daß sie zuerst aus
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