— 118 —
von der Pflanzencrde ist man gewiß versichert, daßsie noch nicht getragen hat und ihr noch keine Nah-rungsthcile entzogen sind; bei der Dammerde ausdem Küchengarten hingegen, man mag sie auch durch-arbeiten, ruhen lassen und sonst fruchtbar machen,bleiben immer noch Thcilchcn übrig, die ihren be-fruchtenden Inhalt schon an vorgängigc Ernten ab-gegeben haben. Vollkommen zersetzter Dünger kommtder Pflanzenerde sehr nahe, daher kaun eines davon,welches eben am ersten zu haben oder am bestenzubereitet ist, sehr gut statt des ander» dienen.
„Von den ersten drei Substanzen nimm glei-che Quantitäten, welche drei Viertheile des beab-sichteten Composts ausmachen. Der vierte Theilwird folgendermaßen gebildet. Nimm Flußsand, Meer-sand und Muschelmergel, von jedem ein Zwölftel.Der Flußsand soll den Wurzeln etwas geben, dassie umschlingen können; der Meersand dient, die Leich-tigkeit und Trockenheit der Erde zu befördern; derMuschelmergel, den Wuchs der Fibern, Bedeckungenund überhaupt aller nicht fleischigen Theile zu un-terstützen. Unter das Ganze mische einen Vierzig-theil Ruß, um das Gewürme zu vertilgen und ab-zuhalten. Mische alle Ingredienzen recht innig durch-einander, und rühre den Haufen, vor dem Gebrauch,ein bis zwei Mal tüchtig um."
Allgemeine Behandlung. „Sobald Kro-nen oder Schößlinge von der Mutterpflanze genom-men werden, muß man einige der untern Blatterabdrehen; die dadurch am untern Theile des Stän-gcls entstehende Leere soll das Ausschlagcn der Wur-zeln befördern. Putze den Stange! glatt ab undlege dann diese Pflanzen auf ein Brett oder einenSims an einem schattigen Theile des Warm - oderdes Glashauses, oder in irgend einen trocknen Raum.